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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 13.06.2008, 14:32 Titel: Welche Schutzfunktion hat die 17. BImSchV? |
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Welche Schutzfunktion hat die 17. BImSchV?
http://de.wikipedia.org/wiki/BImSchV
Jedes Abgas ist verbrauchte Luft! Unsere Atemluft, die untere Schicht der Atmosphäre, die Troposphäre ( http://de.wikipedia.org/wiki/Troposph%C3%A4re ) ist nur eine sehr schmale Zone um den Erdball, wie die Astronauten nach jeder Weltraumfahrt bestätigen, also eine empfindliche, begrenzte Ressource. Damit Großfeuerungsanlagen sie nicht zu stark verunreinigen, wurden für die Industrie mehrere technische Anleitungen zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) eingeführt ( http://de.wikipedia.org/wiki/TA_Luft ). Im Jahr 1990 folgte die 17. BImSchV zur Vorsorgegegen schädliche Umweltwirkungen durch Luftverunreinigungen speziell durch MVA (1). Im Jahr 2003 wurde sie als Verordnung zur Durchführung des Bundesimissionsschutzgesetzes bei Abfall - mit- Verbrenungsanlgen neu gefasst (2). Die aktuelle Fassung ist im Vgl. zur Fassung aus dem Jahr 1990 leicht verschärft: Der Parameter Quecksilber (Hg) wurde in die Dauerüberwachung aufgenommen (weil Hg in Batterien kaum noch eingesetzt wird!) und die diskontinuierliche Messung einiger Schwermetalle. http://de.wikipedia.org/wiki/Quecksilber , http://de.wikipedia.org/wiki/Schwermetalle
Die Bundesimissionschutzverordnung mit der TA Luft, der 17. BImSchV und analogen Verordnungen für den Straßenverkehr stellen zweifellos Errungenschaften dar, die wertvolle Dienste leisten. Trotzdem befindet sich die Atmosphäre, speziell die untere Atmosphäre, die Troposphäre, nicht mehr im natürlichen Gleichgewicht. Wir Menschen, die täglich 10.000 l Luft einatmen und über die 80 m² Gasaustauschfläche bei einer gesunden Lunge in uns aufnehmen, leiden an Luftverunreinigungen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Luftverschmutzung ) mit vielfältigen Erkrankungen:
Asthma http://de.wikipedia.org/wiki/Asthma
Allergien http://de.wikipedia.org/wiki/Allergie
Tumoren http://de.wikipedia.org/wiki/Tumor
usw..
Aber auch große Umweltsysteme - selbst die Ozeane - sind am Ende ihrer Pufferkapazität für luftgetragene Veränderungen. Der Eintrag von CO², also Kohlensäure, und anderer Säuren, wird ihnen zu viel: Das Ozeanwasser versauert, was u.a. vom weltweiten Korallensterben deutlich angezeigt wird.
Auch die 17. BImSchV kann die Emissionen aus MVA nicht verhindern. So, wie sie formuliert ist, will sie Luftverunreinigungen durch MVA - Abgase begrenzen und den Großteil ihrer Gifte aus dem Abgas in deponierbarer Form wegsperren und unter Tage ablagern lassen. Sie nennt das nach §7 "verwerten oder - ohne Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit - beseitigen". Um uns zu beruhigen und zu verschleiern, verwendet die 17. BImSchV unklare, schlecht definierte Begriffe, wie sie in den folgenden Abschnitten behandelt werden.
(1) Verordnung über Verbrennungsanlagen und ähnliche brennbare Stoffe, 17. BImSchV, BGNl.I S. 2545 (1990)
(2) Verordnung über die Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen, Neufassung der 17. BImSchV, BGBl.I s. 1633 (2003) _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I
www.bpb.de/popup/popup_bild.html?guid=I3B1GJ
http://sites.google.com/site/oekoradevormwald
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 13.06.2008, 15:12 Titel: Welche Schutzfunktion hat die 17. BImSchV? "Gesamt" |
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"Gesamt"- Staub in der BImSchV
http://de.wikipedia.org/wiki/Staub
Der Parameter "Gesamtstaub soll gemäß §5 Abs.1 Nr. 1 der 17. BImSchV kontinuierlich gemessen werden und kein Tagesmittelwert darf den Emissionsgrenzwert von 10mg/m³, kein Halbstundenwert 30 mg/m3 überschreiten.
Aber was ist der "Gesamtstaub"? Man möchte meinen, das sei der gesamte Staub, die Summe aller Staubpartikel im Abgas, egal, wie groß diese sind. Skeptiker fragen genauer: Ist der Grobstaub gemeint? Ab welcher Partikelgröße? Ab 20 ym, ab 10 ym (Das "y" ersetzt in meiner Abschrift den griechischen Buchstaben der Maßeinheit.)
http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub
"Gesamtstaub" ist eine Art terminus technicus. Die TA Luft von 1974 unterscheidet zwischen Gesamtstaub und Feinstaub, wobei die obere Grenze für Feinstaub eine Partikelgröße von 10 ym angesetzt wurde (1).
Der Messwert "Gesamtstaub" beinhaltet vor allem Grobstaub (größer 10 ym). Die Dauerüberwachung dieses Staubanteils ist messtechnisch am einfachsten (2). Heute wissen wir, dass Fein- und Feinststäube gesundheitlich viel relevanter sind, als Grobstäube. Auch Fein- und Feinststaubpartikel sind immer noch so groß, dass sie effektive Träger von sehr problematischen Molekühlen, wie Schwermetallen, Dioxinen oder Asbestfasern sein können. Spätestens bei der Neufassung der 17. BImSchV im Jahr 2003 (unter Rot- Grüner Regierung von 1998 bis 2005!!!!, F.St.) hätte eine differenzierte Betrachtungsweise der Qualität der Staubemissionen ihren Niederschlag finden müssen.
Für gesetzliche Regelungen (nach dem Stand der Wissenschaft, den die BImSchV hier nicht erfüllt, F.St.) über Schadwirkungen von Abgasen gehören heute als unabdingbare Qualitätsmerkmale dazu: Die gezielte Erfassung von Grobstaub, Feinstaub und Feinststaub, ggf. auch Ultrafeinstaub, die Partikelgrößenverteilung und auch ihre chemische Zusammensetzung.
Auch die zeitlichen und örtlichen Schwankungen der Staubbelastung in den größeren Querschnitten der Abgasströme einer MVA hätten in entsprechenden Anforderungen sachgerecht berücksichtigt werden müssen. An dafür geeigneten Empfehlungen und Messverfahren fehlt es nicht (s.u.). Aber es war wohl "opportun" über den Begriff "Gesamtstaub die (trügerische! F.St.) Erwartung zu wecken, die gesamte Staubemission "moderner MVA" sei vernachlässigbar gering?
(1) Büttner, H.; F. Ebert: Messung der Staubbelastung in strömenden Gasen, GIT, 37-40, Suppl. 5 (1987)
(2) Bank, M.: Basiswissen Umwelttechnik, Vogel Verlag (1994) _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 14.06.2008, 20:37 Titel: Welche Schutzfunktion hat die 17. BImSchV? Organische Stoffe |
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Organische Stoffe, angegeben als "Gesamt-" Kohlenstoff
Ein anderer Parameter heißt "organische Stoffe, angegeben als Gesamtkohlenstoff". Er soll gemäß der 17. BImSchV ebenfalls kontinuierlich gemessen werden und kein Tagesmittelwert darf über 10 mg/m³, kein halbstundenwert über 20 mg/m³ liegen.
Das klingt, als würde mit diesem Parameter die Summe aller emittierten Kohlenwasserstoffverbindungen erfasst. Aber die Aussagekraft auch des Summenparameters ist zweifelhaft. Das Wort Ruß kommt in der 17. BImSchV gar nicht vor. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Ru%C3%9F ). Es würde wohl ihr "Persilschein- Image" stören.
Detailanalysen förderten eine reiche Palette von Kohlenwasserstoffen, wie
Benzole, http://de.wikipedia.org/wiki/Benzol
Phenole, http://de.wikipedia.org/wiki/Phenol
Aldehyde http://de.wikipedia.org/wiki/Aldehyde
und ihre halogenierten Derivate http://de.wikipedia.org/wiki/Halogen
polychlorierte Biphenole http://de.wikipedia.org/wiki/PCB
und die Gruppe der polycyclischen armomatierten Kohlenwasserstoffe http://de.wikipedia.org/wiki/PAK , http://de.wikipedia.org/wiki/PAH ...
...zu Tage, die gemäß 17. BImSchV leider nicht gezielt überwacht werden. Der Kieler Toxikologe Professor. Dr. Otmar Wassermann ( http://de.wikipedia.org/wiki/Otmar_Wassermann ) hat eine Vielfalt von "organischen Stoffen" - auch sehr problematischen Substanzen - dadurch nachgewiesen, dass sein Team die Proben jeweils mit mehreren verschiedenen Methoden analysierte (1)(2). Herr Dr. Kruse hat das vor einem Jahr (2007) in der TV- Sendung MONITOR noch einmal bestätigt (3). Aber wieder trägt die Wortwahl "organisch gebundener "Gesamt-" Kohlenstoff" in Verbindung mit einem niedrigen Grenzwert zu einer Verharmlosung der schädlichen Relevanz von MVA- Emissionen bei. Prof. Wassermann veranschaulichte die geringe Aussagekraft der Bestimmungen in der 17. BImSchV und der gefährlichen "Black Box" - Charakter der Abgase von MVA mit der Darstellung einer Pechschwarzen DIN- A4- Seite mit Rechenkästchen. Eines dieser Kästchen war weiß gelassen und stellt die Stoffe dar, die laut laut BImSchV gemessen werden. der Rest stellt die Stoffe dar, die zusätzlich in der MVA gebildet werden. (Der Text wurde hier leicht umformuliert, weil ich die Abbildung nicht übernehmen kann. F.St.) Geeignete Nachweisverfahren zur Aufhellung der "Black Box" sind entwickelt. (4)(5)
Aber marketingtechnisch war es wohl nicht opportun, dies in der 17. BImSchV sachgerecht zu berücksichtigen, mit einer Ausnahme: Polychlorierte Dioxine/ Furane (PCCD/ PCDF). Für diese in der Öffentlichkeit als "Ultragifte" angesehene Substanzgruppe (210 Einzelsubstanzen, sogenannte Kongenere) wurde ein sehr Strenger Grenzwert von kleiner 0,1ng/m³ festgesetzt. Es bleibt aber unklar, welche Dioxine und Furane gemeint sind, wirklich die auf allen Rußpartikeln, da wo sie sind, oder nur die in der wasserdampfreichen Gasphase http://de.wikipedia.org/wiki/Gasphase des Abgases, da wo sie als hydrophobe (wasserscheue) Moleküle kaum sind?
(1) Wassermann, O.: Warum sind Müllverbrennungsanlagen Giftschleudern? Tagung "Recyclen statt verbrennen", Gelsenkirchen 20.3.04, www.total-recycling.org/de/content/view/27/62/
(2) Wieneke, J.; H.Kruse, O. Wassermann: Organic Copunds in the Waste Gasification und Combustion Process, Chemosphere 25, 437- 447 (1992)
(3) Höttle, R.; F. Überall, E. Penev: Müllöfen der Welt - das lukrative Geschäft mit dem Importmüll, MONITOR Nr. 562 (3.5.2007)
(4) Görner, K.; K. Hübner: Gasreinigung und Luftreinigung, Springer (VDI- Buch) 2002
(5) HÜTTE: Umwelttechnik, Springer 1999
(6) Rosin, H.: Kryo- Recycling und Kreislaufwirtschaft - das Verlangen nach Zukunft, Doku der internat. Tagung in Halle/S von www.total-recycling.org, 4.6.2006 _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 14.06.2008, 21:33 Titel: Wo bleiben die Reaktionsprodukt? Dioxine & Furane |
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Polychlorierte Dioxine / Furane
Das eigentliche Problem der "Dioxin"- Messung beginnt vor der Analyse: In der extrem starken Haftfähigkeit (Adhäsion) speziell der giftigen Dioxine - der vom Typ des "Seveso- Giftes" - an die Oberflächen der Feinstaub- und Rußpartikel. http://de.wikipedia.org/wiki/Sevesoungl%C3%BCck
Niemand kann sicher behaupten, dass die routinemäßig durchgeführte Herauslösung, die routinemäßige Elution ( http://de.wikipedia.org/wiki/Elution ) und Extraktion, alle 210 möglichen Dioxine/ Furane aus Staub und Ruß 100- prozentig herauslöst. Wegen ihrer hohen Haftfähigkeit bleibt eine beträchtliche Dunkelziffer, eine Minderbeurteilung der Emissionshöhe.
Anders ausgedrückt: das apparative Analyseverfahren selbst, die hoch auflösende Gaschromatographie und anschließende Massensprektrometrie (HRGC/ HRMS) sind hoch entwickelt und liefern reproduzierbare Ergebnisse.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gaschromatographie
http://de.wikipedia.org/wiki/Massenspektrometrie
Doch die Menge der Dioxin- Moleküle entgeht dem Nachweis, die trotz des Elutionsverfahrens noch in den Winkeln und Nischen der rauhen Oberflächen von Staub- und besonders von Rußpartikeln zurück bleibt. (1)(2)
In den kühleren Teilbereichen des Feuerraums bzw. in der Abkühlphase der Rauchgasreinigung, werden diese Moleküle mit sehr hoher Energie bis in die tiefsten verwinkelten Nischen des Feinstaubes und der Rußpartikel vorgetrieben. Dort haften sie als flache (planare) und symmetrisch aufgebaute Moleküle fast unablösbar. Das veranschaulicht ein Vergleich mit der molekularen Struktur des Indigo, der selbst auf antiken - oft gewaschenen - Perserteppichen farbintensiv leuchtet. (Hier sind im Originaltext die Molekularstrukturen nebeneinander dargestellt.)
http://de.wikipedia.org/wiki/Indigo
Deswegen ist es nicht damit getan, dass der Untersuchungsprobe nachträglich ein so genannter Interner Standard (1³ C- markierte Dioxin- Kongenere) als quantitative Bezugsgröße hinzugefügt wird. Die nachträglich hinzugefügte Standardsubstanz lässt sich viel leichter aus dem Probennahmegefäß eluieren, als die innerhalb der MVA in die Staub-und Rußpartikel vorgetriebenen Dioxine/ Furane (1). Deshalb bleiben die gaschromatsichen Peaks der Standardsubstanzen meistens falsch niedrig, selbst wenn die Analytik nach der Extraktion korrekt durchgeführt wurde (s.u.)
(1) Lützke, K.: Emissionsmessungen von PCDD und PCDF, in: VDI- Berichte 634, Dioxin, VDI- Verlag, Düsseldorf 1987
(2) Theis, J.; H. Weis, M. Neupert, B. Stock: Praxis der PCDD/ PCDF- Spurenbestimmung in einem analytischen Laboratorium der chemischen Industrie, VDI- berichte 634, Dioxin, S. 125, VDI- Verlag 1987 _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 14.06.2008, 23:27 Titel: Wo bleiben die Reaktionsprodukt? MVA- Lobby -I |
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Was sagt die MVA- Lobby dazu? Teil 1
Die MVA- Lobby beruft sich eigennützig und nicht ganz korrekt darauf, dass die Müllverbrennung nach der TA Siedlungsabfall vorgeschrieben sei ( http://de.wikipedia.org/wiki/TA_Siedlungsabfall ). Der stoffliche Rest kann auch durch stoffliches Recycling, durch die Kombination des Kryo-Recycling plus guter biologisch mechanischer Aufbereitung (BMA - auch hierzu hat Dr. Rosin innovative Ideen, die deren Einsatz deutlich verbessern, Biogas liefern und Schadstoffe aus der Restsubstanz ausfällen - mehr gegen Ende des Vortrages, F.St.) auf das geforderte Maß (Glühverlust kleiner 5%) reduziert werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mechanisch-biologische_Abfallbehandlung
http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChverlust
Die MVA- Lobby ködert mit dem Hinweis, dass fossile Primärenergie (Erdöl, Erdgas) eingesetzt werden müsste, wenn der Müll nicht als Energiequelle genutzt würde.
Sie verschweigt dreierlei:
1.) Öl- und Gaskraftwerke arbeiten viel effizienter, mit höheren Nutzeffekt als Müll- Heizkraftwerke.
2.) Verbrannter Kunststoff spart keine Ölimporte, sondern zwingt zu Ölimporten für die Neusynthese (und zur Energieerzeugung für diese Synthese - F.St.).
3.) der geringe Nutzeffekt des Müllkraftwerkes ca. 5% als Strom) wird durch die chronische Volks- und Umweltvergiftung zu teuer bezahlt.
Die teure Müllverbrennung ( http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCllverbrennung ) hat vielerorts zur Erhöhung der Müllgebühren geführt. Damit die Kosten nicht sprunghaft steigen, sorgte man in aller Stille dafür, dass für die Rauchgasreinigung und die Beseitigung der Schlacke und Asche Billigversionen akzeptiert werden und das die MVA ihre CO²- Emissionen nicht bezahlen müssen, das MVA vom Emissionshandel ausgeschlossen sind. http://de.wikipedia.org/wiki/Emissionshandel
An der Steigerung der allgemeinen Akzeptanz der Müllverbrennung wirken seit 15 Jahren (Stand 2008) leider Gutachter aus der Reihe hochrangiger Toxikologen, Umwelthygieniker und Arbeitsmediziner mit. Prof. Dr. med. Thomas Eikmann ( http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Eikmann ), Direktor des Institutes für Hygiene und Umweltmedizin der Justus Liebig Universität Gießen und Präsident der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin fasst die Meinung dieser Gruppe im ersten diesjährigen Heft der von Entsorgern gelesenen Zeitschrift RECYCLING-Magazin 01/2008 zusammen (1):
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Die wichtigsten Thesen sind:
>>>>17. BImSchV = weltweit strengste Grenzwerte für MVA
>>>>moderne MVA = solche, die die Grenzwerte einhalten und dank moderner Filtertechnik häufig unterschreiten
>>>>Schadstoffe werden sicher inertisiert oder durch hochwertige Rauchgasreinigung abgeschieden, deutsche MVA = Schadstoffsenken
>>>>Metalle verwertet, Schlacke nach Aufbereitung verwertet
>>>>Geringe Mengen an Rauchgasrückständen unter Tage
>>>>in Nahrungspflanzen Richtwerte für Schadstoffgehalt eingehalten
>>>>Hinweise für Häufungen von Krebs, Atemwegeerkrankungen und Allergien für Deutschland bei der Einhaltung der Grenzwerte unplausibel
>>>>MVA keine Zusatzbelastung bei vorhandener Vorbelastung
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(MVA- Wuppertal:
www.awg.wuppertal.de/web/awg.php?sid=10100
In dieser Skizze ist nicht erkennbar, das irgendwas noch recycelt wird. Der Müll kommt, nachdem man Papiere unterschrieben hat, unkontrolliert in den Müllbunker und von dort ohne Vorsortierung in den Ofen. Alles wird direkt in den Bunker gekippt. Ich habe mehrfach Transporte begleitet um das selbst zu erleben. Denkbar wäre doch den Müll auf Förderbänder zu kippen, so das Sicht- und Stichprobenkontrolle gegeben wäre. Wer weiß schon, was und wen die Mafia hier schon alles entsorgt hat? Ist es ein Wunder, wenn gerade die Mafia solche Anlagen in Italien betreiben will? F.St.)
Unter dem Titel "Weltweit strengste Grenzwerte" schreibt Prof. Eikmann zusammen mit seiner Gattin wörtlich:
"Mit der Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe - 17. BImSchV - trat am 1.12.1990 eine Regelung in Kraft, die für die MVA in Deutschland die weltweit strengsten Emissionsgrenzwerte vorschrieb - insbesondere für Dioxine und Furane (0,1ng/m³) sowie für Schwermetalle. Mit einer Übergangsfrist von 6 Jahren mussten die bestehenden Anlagen nachgerüstet oder stillgelegt werden. neue Anlagen mussten von Anfang an mindestens die vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten. Die MVA wurden damit zu einer echten "Schadstoffsenke". Bei der thermischen Abfallbehandlung werden heutzutage die organischen Abfallbestandteile sicher zerstört und andere Schadstoffe inertisiert ( http://de.wikipedia.org/wiki/Inertisierung ) oder durch hochwertige Rauchgasreinigung abgeschieden ( http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchgasreinigung ). Als Nebeneffekt werden die im Müll enthaltenen Metalle zur Verwertung abgetrennt, die anfallende Schlacke ( http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacke ) kann nach Aufbereitung verwertet und die Energie in Form von Strom und Wärme genutzt werden. Lediglich geringe Mengen an Rauchgasreinigungsrückständen müssen als Abfall beseitigt werden. Dies geschieht in der Regel unter Tage. Bei der Einhaltung der Emissionsgrenzwerte der 17. BImSchV ( http://de.wikipedia.org/wiki/BImSchV ) werden die vorhandenen Immissionskonzentrationen (Vorbelastung) durch zusätzliche Emissionen (Zusatzbelastung) aus der MVA nicht oder nur unwesentlich geändert.
Mehrere Veröffentlichungen zeigen mittlerweile, dass die moderne Filtertechnik nicht nur in der Lage ist, die Grenzwerte der 17. BImSchV ohne Schwierigkeiten einzuhalten, sondern dass diese sogar häufig deutlich unterschritten werden. Die Abscheidungsgrate liegen in der Regel zwischen 60% (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe http://de.wikipedia.org/wiki/Polyzyklische_aromatische_Kohlenwasserstoffe ) bis zu über 99% (Dioxine, Furane). Moderne Müllverbrennunganlagen sind daher als klassische Schadstoffsenken einzustufen"
Und weiter heißt es:
Neuere Untersuchungen und Bewertungen der Emissionen und der Immissionen einer Sondermüllverbrennungsanlage (SVA) haben sehr deutlich aufgezeigt, dass es auch durch den jahrelangen Betrieb einer derartigen Anlage zu keiner relativen Schadstoffanreicherung in den verschiedenen Umweltmedien kommt. In den untersuchten Nahrungspflanzen wurden die gültigen Richtwerte für Schadstoffgehalte in Lebensmitteln eingehalten"
(1) Eikmann, Th.; S. Eikmann: Machen MVA, MBA und SVA Menschen krank? RECYCLINGmagazin 24-25 (2008)
Weitere Links zum Thema: www.oekologisch-demokratische-partei.de/dcforum/DCForumID71/37.html#20 _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 15.06.2008, 08:25 Titel: Wo bleiben die Reaktionsprodukt? MVA- Lobby -II |
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Was sagt die MVA- Lobby dazu? Teil 2
Das Ehepaar Drs. Eikmann setzt unverändert die Argumentation fort, die von einer kleinen, aber hochrangigen Gruppe anderer Hygieniker und Toxikologen als "eindeutige Positionen" zur Müllverbrennung 1993 aufgestellt wurde (2).
Diese Arbeitsgruppe bescheinigte im Namen des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer:
"Die durchgeführte Beurteilung zeigt, dass durch den Betrieb von Müllverbrennungsanlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, nur äußerst geringe und deshalb vernachlässigbar einzustufende gesundheitliche Risiken für die im Umgebungsbereich solcher Anlagen lebende Bevölkerung zu erwarten sind."
Die Arbeitsgruppe begründete ihre so "eindeutige Position" auf seltsame und befremdlich formalistische Weise: Sie sagte zusammengefasst einfach: Moderne MVA sind solche, die die Grenzwerte der 17. BImSchV erfüllen. Dann setzte sie diese vorgeschriebenen Grenzwerte als erfüllt voraus und berechnete auf dieser Grundlage dass bei einem durch den Schornstein bedingten Verdünnungsfaktor von 1: 500.000 für die Langzeitbelastung und beim Verdünnungsfaktor 1:1000 für die Kurzzeitbelastung "keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind".
Art und Inhalt dieser Stellungnahme verdattern uns alle. Sie löste sofort Gegendarstellungen und heftige Proteste aus (3). Diese flossen auch in das sehr bedrückende Buch "Käufliche Wissenschaft" über den damaligen Holzschutzmittelskandal ( http://de.wikipedia.org/wiki/Holzschutzmittelskandal , ein Kapitel das bei Wikipedia noch fehlt!) ein und in das dortige Kapitel des Kieler Toxikologen Prof. Dr. Otmar Wassermann "Das Riesengeschäft mit der Müllverbrennung und die Rolle der Hofgutachter". (4) http://de.wikipedia.org/wiki/Otmar_Wassermann
Die oben genannte "eindeutige Position" der Drs. Eikmann und die der Arbeitsgruppe der Bundes- Ärztekammer erinnern uns alle sofort an den fraglichen Spruch: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf". Erstaunlich ist nur, das dieses "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" Realität wurde. Es gibt unterschiedlich alte MVA, mit unterschiedlichen Rauchgasreinigungssystemen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchgasreinigung ), aber alle führen in den Akten spätestens seit 1995 nur Laborwerte, die unter Grenzwerten der 17. BImSchV liegen. ( http://de.wikipedia.org/wiki/BImSchV ) Auch die Betriebsleiter der erst im Bau befindlichen MVA schwören Stein und Bein, dass ihre Anlagen unter allen Umständen der 17. BImSchV entsprechen werden. Der Betreiber kann sich offensichtlich auf die nach § 13 der 17. BImSchV und § 26 Bundes- Immissionsschutzverordnung "bekanntgegebenen", also vorgeschriebenen Prüflaboratorien verlassen.
Das war vor dieser Regelung, als noch intensiv auf diesem Gebiet geforscht wurde und das breite Spektrum an Forschungsinstituten noch nicht von der MVA- Überwachung ausgeschlossen war, anders. Das ist auch jetzt noch anders, wenn z.B. in der Veterinärmedizin und Futtermittelüberwachung über die Wege des Eintrags von Dioxinen in Tierprodukte und Futtermittel geforscht wird (5); denn in der Landwirtschaft geht es ausschließlich um Verkaufsprodukte. Da wird auf diesbezüglichen Seminaren auch 2006 noch berichtet, die beim Weiden besonders viel erde/ Boden aufnehmen, besonders belastet sind. Auch Hühnereier aus Freiland- oder Bodenhaltung an emittentennahen Standorten können erhöhte Dioxingehalte aufweisen (6). http://de.wikipedia.org/wiki/Dioxin
(2) Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer: Potentielle Gesundheitsgefahren durch Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen, Dt. Ärzteblatt 90, B-45 - B-53 (1993)
(3) Dt. Ärzteblatt: Potenzielle Gesundheitsgefahren durch Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen, 90,B1617- B1629 (1993)
(4) Bultmann, A.; F. Schmitthals (Hrsg): Käufliche Wissneschaft - Experten im Dienst von Industrie und Politik, Knaur, München, (1994
(5) Kamphues, J.: Wirtschaftseigenes Risikomanagement - Möglichkeitenund Grenzen. WHO- Centre- Seminar Umwelthygiene 34, 10.02.2006, www.tiho-hannover.de
(6) Fürst, P.: Gehalte und Bewertung in Lebensmitteln, WHO, wie (5)[/b] _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Verfasst am: 16.06.2008, 07:32 Titel: Wo bleiben die Reaktionsprodukt? Was sagen Chemiker dazu? |
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Was sagen die Chemiker dazu?
Die Varianten der Verbrennungstechnik und der Rauchgasreinigung, die beforscht werden, sind mit ihren Vor- und Nachteilen in mehreren Fach- und Lehrbüchern zur Abfallwirtschaft und Umwelttechnik ausführlich beschrieben (z.B. (1)(2)(3)(4)).
Das besonders schwierige Thema der PCDD/PCDF- Entstehung, -Messung und -Umweltrelevanz wurde unter der Federführung des VDI ( www.vdi.de , www.vdi-nachrichten.de ) in zwei ausführlichen Tagungsbänden kompetent diskutiert und zusammengefasst (5)(6): Der VDI ging davon aus, "dass die Belastung der Umwelt durch polychlorierte Dibenzo-p-Dioxine und Dibenzofurane zu einer ernst zu nehmenden Gefahr für Mensch und Tier werden kann. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Dibenzofurane , http://de.wikipedia.org/wiki/Dibenzodioxine ) Diese Substanzen sind ausschließlich Nebenprodukte bei der Erzeugung chlorhaltiger Chemikalien und das Ergebnis ihrer unvollständigen Verbrennung. Aus beiden Herkünften gelangen PCDD und PCDF in die Umwelt. ( http://de.wikipedia.org/wiki/PCDD , http://de.wikipedia.org/wiki/PCDF ) Man findet sie heute ubiquitär (lat. ubique = überall) in der Luft, im Boden, im Wasser, in der tierischen Nahrung und im Menschen."
Bis etwa 1920 gab es keine Nachweise halogenierter Dioxine in der Umwelt. Seit etwa 1950 breiten sie sich in der Umwelt aus.
Da diese Stoffe zu nichts nutze sind und auch zu nichts benutzt werden, muß eigentlich alles getan werden, damit sie aus der Umwelt, aus unserer Nahrung, aus uns wieder verschwinden.
(1) Bank, M.: Basiswissen Umwelttechnik, Vogel Verlag (1994)
(2) Bilitewski, B.; G.Härdtle, K. Marek: Abfallwirtschaft, Springer, Berlin (1996)
(3) Brauer, H.: Handbuch des Umweltschutzes und der Umwelttechnik, Springer, Berlin (1996)
(4) Koch, R.: Umweltchemikalien, VCH, Weinheim (1995)
(5) VDI- Schriftenreihe Bd.3: Dioxine - Vorkommen, Bestimmung, Bewertung, Entsorgung, Essen (1986)
(6) VDI- Berichte 634: Dioxin - Eine technische analytische, ökologische und toxikologische Herausforderung, VDI- Verlag (1987) _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I
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Felix Staratschek
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Verfasst am: 16.06.2008, 08:51 Titel: Was sagen die Chemiker dazu? PCDD/ PCDF |
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Was sagen Chemiker zur Entstehung von PCDD und PCDF?
http://de.wikipedia.org/wiki/PCDD
http://de.wikipedia.org/wiki/PCDF
Manchmal äußert die MVA- Lobby Tendenzen, einen gewissen Rückgang der Dioxin/ Furan- Konzentrationen in der Umwelt, sogar in Milchprodukten (1) darauf zurück zu führen, dass MVA "Schadstoffsenken" seien, dass dieser Rückgang in den letzten Jahren dem Konto der Müllverbrennung gut zu schreiben sei.
Auf den VDI- Tagungen hätte man einen solchen Ansinnen scharf widersprochen und ihm den Hinweis auf das Verbot von bleihaltigen Superbenzin entgegengehalten (2). Dieses enthielt neben Blei- tetraalkyl- Verbindungen als Antiklopfmittel auch halogenierte Scavenger- Verbindungen (Fangnetz- Verbindungen), ein Gemisch von Dibrom- und Dichlorethan. http://de.wikipedia.org/wiki/Antiklopfmittel , http://de.wikipedia.org/wiki/Bromethan , http://de.wikipedia.org/wiki/Chlorethan
Sie sollten Bleirückstände im Motor verhindern. Man dachte zuerst, diese Scavaner- Verbindungen würden im Motor völlig zerstört. Inzwischen belegten Studien, dass daraus auch chlorierte/ bromierte Dibenzodioxine und -furane gebildet wurden. Daher - nicht wegen der Blei- Emissionen - wurde der bleihaltige Sprit schnellstens verboten. Dadurch ist ein gewisser Rückgang der Dioxinkonzentrationen im Umweltproben erklärlich. Sie sollten nun nicht über mehr MVA wieder aufgefüllt werden!
Beide VDI ( www.vdi.de , www.vdi-nachrichten.de ) bestätigten, das 210 Isomere (=Kongenere) der chlorierten Dioxine/Furane bekannt sind. Daneben existieren - vermutlich ebensoviele - mit Brom substituierte und wohl auch mit Fluor substituierte Dioxine und Furane (2)((4). Deren Toxizität wurde als gleich groß oder sogar größer veranschlagt. Zur Toxizität der gemischten mit Chlor plus Brom, evt. auch noch plus Fluor substituierten Dioxine und Furane konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die medizinischen Gutachter der MVA- Lobby erwähnen diese bromierten, fluorierten und die gemischten Dioxine und Furane leider bis heute nicht (s.o. (5)(6)). Das ist ärztlich gesehen ein schwerwiegendes Versäumnis.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chlor
http://de.wikipedia.org/wiki/Brom
http://de.wikipedia.org/wiki/Fluor
Es könnte ein gerichtsrelevantes Versäumnis sein, weil die vorgeschriebenen Überwachungslaboratorien für MVA nur auf chlorierte Dioxine und Furane untersuchen und die ebenso gesundheitsrelevanten, wahrscheinlich toxischen Verbindungen mit Brom und Fluor unberücksichtigt bleiben. Ansonsten beschreiben die Chemiker/ Ingenieure der VDI- Tagungen mehrere chemische Wege zur Bildung von Chlor- Dioxinen:
==Kondensationsreaktionen,
==Substitutionsreaktionen oder bei hohen Temperaturen auch
==Dechlorierungen von höher chlorierten PCDF/PCDD auf die 4- fach substituierten "Seveso- Gifte" (7) http://de.wikipedia.org/wiki/Sevesoungl%C3%BCck . Wörtlich heißt es:
"Ein wichtiger Reaktionsweg, der zur Bildung von PCDD und PCDF führt, sind Radikalreaktionen. Dieser Bildungsweg hat hat Bedeutung bei der Verbrennung von organischer Materie unter Anwesenheit von organischen (und anorganischen) Chlorverbindungen bei Temperaturen von 300 bis 800°C."
"Betrachtet man die Reaktionsprodukte von Verbrennungen, so fällt auf, dass neben den Hauptverbrennungsprodukten (CO², CO, H²O, HCI....) insbesondere aromatische Kohlenwasserstoffe, wie
http://de.wikipedia.org/wiki/Benzol
http://de.wikipedia.org/wiki/Toluol
http://de.wikipedia.org/wiki/Xylol
http://de.wikipedia.org/wiki/Naphthalin
http://de.wikipedia.org/wiki/Biphenyl
http://de.wikipedia.org/wiki/Phenanthren
usw.,
welche bekanntlich eine hohe thermische Stabilität besitzen, gebildet werden."
Während die Bildung und Emissionen aromatischer Kohlenwasserstoffe PAH, PCB, usw. ( http://de.wikipedia.org/wiki/PCB , http://de.wikipedia.org/wiki/PAH ) von den medizinischen Gutachten herunter gespielt wird, heißen sie hier "Hauptverbrennungsprodukte", was ja auch Prof. Otmar Wassermann ( http://de.wikipedia.org/wiki/Otmar_Wassermann ) und seine Mitarbeiter mehrfach feststellten. (8 )(9)
Die Dioxin- Konzentrationen im Abgas von Müllverbrennungsanlagen bezifferte Dr. Lüttzke vom TÜV Rheinland auf "im allgemeinen Bereich von 0,1 bis 1000 ng/m³ (10). Wenn man z.B. von einem mittleren Wert "500 ng/m³" ausgeht, diesen mit 5000m³ pro Tonne Müll multipliziert, dies mit der Müllmenge pro 24 Stundentag, dann pro Jahr multipliziert, wird klar, welche potentielle Gefahr MVA - alleine bezüglich des Parameters "Dioxine" - sein können. Doch die 17. BImSchV ( http://de.wikipedia.org/wiki/BImSchV )fordert ja weniger als 0,1 ng/m³ und die medizinischen Gutachter beruhigen ja, indem sie keinen Zweifel daran lassen, dass dieser Wert regelmäßig unterschritten wird.
(1) BGA: Dioxine und Furane - ihr Einfluss auf Umwelt und Gesundheit, Bundesgesundheitsblatt 36, Sonderheft 1993
(2) Buser, H.R.: Bromierte und gemischt bromierte/chlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane, in: VDI-Berichte 634, Dioxin, S. 243, VDI- Verlag, Düsseldorf,1987
(4) Teufl,C.; R. Dumler, D. Lenoir, O. Hutzinger: Synthesewege für bromierte Dibenzodioxine, in: VDI- Berichte 634: Dioxin, S. 257, VDI- Verlag Düsseldorf 1987
(5) Eikmann, Th., S. Eikmann: machen MVA, MBA und SVA die Menschen krank? RECYCLINGmagazin, 24-25 (2008)
(6) Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer: Potentielle Gesundheitsgefahren durch Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen, deutsches Ärzteblatt 90, B-45 - B-53 (1993)
(7) Kirschmer, P.: Entstehung von PCCD/ PCDF sowie Vorkommen in der Außenluft von Nordrhein Westfalen, in: VDI- Schriftenreihe Bd. 3, 8-21, (1986)
(8 ) Wassermann, O.: Warum sind Müllverbrennungsanlagen Giftschleudern, www.total-recycling.org/de/content/view/27/62/
(9) Wienecke,J.; H. Kruse, O. Wassermann: Organic Copounds in the Waste Gasification and Combustion Porcess, Chemoshere 25, 437-447 (1992)
(10) Lützke, K.: Probennahme im Abgas von Feuerungsanlagen, in VDI- Schriftenreihe, Bd. 3, 23-55 (1986) _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
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Verfasst am: 18.06.2008, 02:30 Titel: Was sagen die Chemiker dazu? / Abgas- Proben |
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Was sagen die Chemiker dazu?
Probennahme, Probenverarbeitung, Isolierung, Einzelisomerbestimmung
Da die Abgaskanäle industrieller Anlagen größere Abmessungen haben und PCDD/PCDF sowohl partikelgebunden wie auch gasförmig vorhanden sind, ist nicht von einer Gleichverteilung über den Kanalquerschnitt auszugehen. Deswegen fordern die Chemiker/ Ingenieure, dass Teilströme des Abgases mit den darin enthaltenen Dioxinen/ Furanen an mehreren Messpunkten - verteilt über den Kanalquerschnitt - jeweils geschwindigkeitsgleich abgesaugt und einer geeigneten Sammeleinrichtung zugeführt werden. Wörtlich heißt es, "Solche Netzmessungen sollten durchgeführt werden" (1).
Es dürfte Aufgabe der Genehmigungsbehörde sein, darauf zu achten, dass die Probennahme in den einzelnen MVA diesen dringenden Empfehlungen des VDI folgen.
Sehr ausführlich beschäftigen sich die Chemiker/ Ingenieure mit den chemischen Störfaktoren auf die Messergebnisse, die bei der Probennahme zu berücksichtigen sind:
--Der Einfluss der jeweiligen Temperaturen,
--des Wasserdampfes und
--des pH- Wertes,
--auf den Dampfdruck der verschiedenen Dioxine und Furane und
--ihr Kondensations- und
--Sorptionsverhalten.
Verluste durch
--Stoffkonvektion oder
--Verdampfen oder
--nachträgliche Nitrierung durch anwesendes NO² müssen verhindert werden, wird gemahnt!
Wer die Detailinformationen der VDI- Vorträge mit chemischen Sachverstand liest, gewinnt eine gute Vorstellung davon, dass die Dioxinergebnisse von vielen Faktoren abhängen und sehr variabel sein können. Es fällt auf, das die Dioxinmessungen "vorgenommen werden sollen, wenn die Anlagen mit der höchsten Leistung betrieben werden." Es erhebt sich der Verdacht, das MVA in den Monaten dazwischen, wenn sie nicht mit Volllast betrieben werden, andere Konzentrationen emittieren könnten (2).
Es wird auch bestätigt, was wir vorhin über die Haftfähigkeit der Dioxine/Furane auf Staub und Ruß sagten und am Bsp. des Farbstoff Indigo veranschaulichten. Wörtlich heißt es: "Bei den in der Praxis vorkommenden Konzentrationsverhältnissen ist nur mit sehr geringen Dampfdruck zu rechnen." http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfdruck
Der besonders erfahrene Dioxinanalytiker Prof. Dr. Hagenmeier und seine Mitarbeiter bestätigen:
"Die nachfolgenden Verfahrensschritte im Laboratorium können perfekt durchgeführt werden und das Ergebnis kann dennoch bedeutungslos werden oder zu Fehlinterpretationen führen. Bei allen Feststoffproben (Flugaschen, Schlacken, Klärschlämme, Sedimenten, Böden, Gewebeproben, etc.) ist der Extraktionschritt, d.h. das herauslösen der PCDD und PCDF aus einer Probenmatrix mit einer Unsicherheit verbunden, die auch nicht durch Zugabe entsprechender interner Standardverbindungen gelöst werden kann." (3).
Die 17. BImSchV hält sich auch aus den messtechnischen Schwierigkeiten heraus und fordert nur "die dem Stand der Technik entsprechenden Messverfahren und geeigneten Messeinrichtungen nach näherer Bestimmung der zuständigen Behörde." Ob die "zuständigen Behörden" bei ihrer Richtlinienkompetenz alle Empfehlungen des VDI befolgen, die in den beiden Tagungen sehr differenziert diskutiert wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.
(1) Lützke, K.: Probennahme im Abgas von Feuerungsanlagen, in VDI- Schriftenreihe, Bd. 3, 23-55 (1986)
(2) Blumenstock, M.: Identifikation von Indikatorenverbindungen für die online- Überwachung der industriellen Altholz- und Abfallverbrennung mittels REMPI- Lasermassen- Spektrometrie sowie Untersuchung zur Bildung von chloratmischen Verbindungen, Diss. Wissenschaftszentrum Weihenstephan, TU München (2002)
(3) Hagenmaier, H.; H. Brunner, R.Haag, H.-J. Kunzendorf, M. Kraft, T. Tichaczek, U. Weberruß: Stand der Dioxinanalytik, in VDI- berichte 634, S. 64, VDI- Verlag Düsseldorf (1987) www.vdi.de
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=966108906
http://mediatum2.ub.tum.de/doc/603735/603735.pdf
www.helmholtz-muenchen.de/ioec/bioanalytik/forschung8.php _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 19.06.2008, 02:14 Titel: Was sagen die Chemiker dazu? / Abgas- Reinigung/ Dioxin |
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Einfluss der MVA- Verbrennungs- und Gasreinigungstechnik auf die Dioxin- Emissionen
Dipl. Ing. G. Bröker, VDI Essen (1), beleuchtete die Frage: Was ist zu tun, um die Emissionen von chlorierten Dioxinen und Furanen aus MVA auf ein Minimum zu vermindern?
er kam zu folgenden Schlussfolgerungen:
---Bei MVA ändert sich während der Verbrennung ständig die chemische und physikalische Beschaffenheit des Brennstoffes.
---Dadurch ergeben sich ort- und zeitabhängige Zonen mit Sauerstoffmangel und geringer Temperatur, folglich unvollständiger Verbrennung, die zu Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Ruß führt.
---Es gibt zwar deutliche Hinweise auf eine Abhängigkeit der Dioxin- und Furanemissionen vom Eintrag der Chlorverbindungen, aber für eine Schadstoffentfrachtung des Abfalls, die Dioxine vermindern könnte, besteht keine realistische Chance.
---Sogenannte "gute Verbrennungsbedingungen", wie hohe Temperaturen, angemessene Verweilzeiten bei hohen Temperaturen, hohe Turbulenzen durch verbesserte Feuerungsgeometrie, ausreichender Sauerstoffüberschuss, haben zu keinen sicheren und signifikanten Verminderungen der Dioxine und Furane geführt.
---Der Zusatz schwefelhaltiger Additive, der Chlorierungsreaktionen verringern kann, muss weiter geprüft werden.
---Statt der früheren Wasserwäsche zur Gasreinigung sollten Trockenverfahren oder Quasi- Trockenverfahren bevorzugt werden. Beim Quasi- Trockenverfahren wird das Rauchgas direkt mit 255-270°C in den Reaktor eingebracht und mittels eingedüster Kalkmilch auf 110-140°C gequencht (gekühlt) und gereinigt. Die Kalkmilchdosierung wird in Abhängigkeit von den Rauchgasbedingungen so geregelt, dass die Flüssigkeit total verdampft und das suspendierte Kalkhydrat partikelförmig fein verteilt im Rauchgas vorliegt und danach durch ein Gewebefilter abgeschieden wird. Kanadische Autoren haben Abscheidungsgrade von größer 99% gemessen (1).
Sind das vielleicht die 99%, die auch die Drs. Eikmann aufgegriffen haben (s.o.)?
Dipl. Ing. Bröker drückte sich vorsichtiger aus (1):
"Zur Verminderung der Dioxine im Rauchgas bieten sich eventuell auch eine quasitrockene oder trockene Rauchgasreinigung an, wenn die kanadischen Messungen an einer entsprechenden Rauchgasreinigung bestätigt werden können. Zwingende allgemeingültige Konstruktionsprinzipien, die Dioxin- / Furanentstehung bei der Verbrennung des Abfalls durch feuerungstechnische Maßnahmen zu verhindern, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar."
Also, die Dioxin-/ Furanbildungen können feuerungstechnisch kaum verhindert werden. Die Problembehebung ist fast allein von der Effektivität der Rauchgasreinigung abhängig. Hier verspricht die abwasserfreie Sprühabsorption, auch Quasi- Trocken- Verfahren genannt, mit Kalkmilch, evt. plus Herdofenkoks, hohe Abscheidungsgrade von Säuren, Stickoxiden, Schwefeldioxiden, Kohlendioxid, organischen Komponenten und Dioxinen und Furanen. Aber, gegenüber früheren mehrstufigen Gasreinigungsanlagen, mit Eigenstrombedarf von 5,5 bis 6% gilt das Quasi- Trocken- Verfahren als vereinfachte Gasreinigung mit einem Eigenstrombedarf von nur 2,5 bis 4% (2).
Das Vielstoffgemisch "MVA-Abgas" wirft noch viele Fragen nach Verdrängungsprozessen auf dem Reinigungsstaub oder nach dem Verbleib von MVA- Feinstaub und Ultrafeinstaub usw. auf!
Aber lassen sie uns einmal auf das oben genannte wichtigste zurück kommen. Es ist ganz besonders wichtig, dass wir uns von der 17. BImSchV und ihren Protagonisten nicht davon abhalten lassen, dass die hauptsächlichen Vorkommen von Dioxinen und Furanen in der Schlacke, in der Flugasche und in abgereicherten Filterstäuben liegen, also dort, wo der höchste Rußanteil vorliegt. Bei der Verladung und Abtransport dieser großen Mengen an Feststoffen aus MVA werden die höchsten so genannten "diffusen Emissionen" entlassen. Sie belasten die unmittelbare Umgebung der MVA, werden mit Wind und Wetter aber auch weiter getragen.
Streng genommen verstößt jede MVA somit gegen das neue Bodenschutzgesetz, das am 1.3.1999 in Kraft trat. Es verfolgt nicht mehr nur das Ziel so genannte Altlasten zu sanieren, sondern mit dem "Gesetz zum Schutz des Bodens" sollen ebenso vorbeugend (präventiv) schädliche Bodenveränderungen vermieden werden. (3)
http://de.wikipedia.org/wiki/BBodSchG
(1) Bröker, G.: Maßnahmen zur Verminderung der Dioxinemissionen an Müllverbrennungsanlagen, in: VDI- Berichte 634, Dioxin, S. 515, VDI- Verlag Düsseldorf (!987)
(2) Schäfers, W.: MVA- Wirkungsgrade und das lokale Umfeld, UmweltMagazin 10/11 (2006)
(3) Queitsch, P.: Bundes- Bodenschutzgesetz, umfassende Kommentierungen des BBodSchG, Bundesanzeiger Juli 1999 _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 21.06.2008, 05:38 Titel: Was sagen die Chemiker dazu? / Umwelt & Gift |
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Umweltrelevanz und Toxizität
"Die Relevanz der Dioxine liegt einerseits in ihrer großen biologischen und chemischen Stabilität und andererseits in ihrer für die einzelnen Isomere sehr unterschiedlichen und zudem wohl artspezifischen Toxizität" (1). Die große biologische und chemische Stabilität, die lange Persistenz in der Umwelt, führt zwangsläufig zu einer Anreicherung dieser Gifte, einschließlich der Schwermetalle, nicht nur auf kurze Distanzen, sondern auch über sehr weite Entfernungen. Mahnende Beispiele sind viele skandinavische Inlandseen ohne jegliches pflanzliches oder tierisches Leben, weil sie durch Luftverunreinigungen aus Industriegebieten auf den britischen Inseln versauert sind (2).
Forscher aus der Schweiz und andere erklärten auf der VDI- Tagung, warum die 4- fach und in der 2,3,7,8- Position sehr symmetrisch substituierten Halogen- Dioxine/ Furane für den Menschen am toxischsten und am schwersten abbaubar sind und sich deswegen im Menschen anreichern. Einmal resorbiert, so schätzen sie, bleiben die Gifte mit einer Halbwertzeit von 6 Jahren im menschlichen Fett und in fettähnlichen Lipidstrukturen, z.B. des Zentralnervensystems haften (3)(4)(5).
"Lipophile Substanzen, wie
DDT,
Hexachlorbenzol (HCB),
polychlorierte Biphenyle (PCBs),
das Seveso- Dioxin sowie andere polychlorierte Dibenzo- p- Dioxine (PCDDs)
können in aquatischen Organismen (z.B. in Fischen) um mehrere Zehnerpotenzen angereichert werden und eventuell toxische Effekte auslösen. Besonders die PCDDs und PCDFs mit der höchsten Toxizität ("the dirty dozen"), die in der Stellung 2,3,7,8 substituiert sind, akkumulieren. Sie haben das größte Biokonzentrationspotenzial."PCDD/ PCDF haben einen sterisch sperrigen Molekülquerschnitt. Dadurch wird der Durchtritt durch Membranen stark vermindert. Sie können nur schwer zu den eigentlichen Zielorganen gelangen." (4)
Die Anreicherung in Pflanzen ist wegen des geringeren Fett-/ Lipidgehaltes der Pflanzen naturgemäß deutlich geringer, sagten die Chemiker schon 1986/7. Es ist daher nicht fair, wenn die Drs. Eikmann als Beleg für die Harmlosigkeit der MVA- Abgase ausgerechnet ihre geringe Konzentration in Pflanzen anführen. Tierisches Fett, also Milch und Fleisch, ist die Quelle für die Akkumulation der Dioxine / Furane im Menschen.
Auch bei uns werden diese lipophilen Substanzen vor allem im Fett, ggf. in der Muttermilch, an Lipidstrukturen der Haut, des Nervensystems und des Immunsystems angereichert und haften lange. Nach 6 Jahren ist erst die Hälfte wieder ausgeschieden (5).
in Zukunft sollte alles unternommen werden, um die Entstehung der PCDDs und PCDFs - und ihrer fluorierten oder bromierten Analoga - zu vermeiden, damit die Konzentrationen in der Umwelt nicht weiter steigen und aus den chronischen Gefahren akute Gefahren für Mensch und Umwelt werden. Dies ist die einhellige Meinung der einschlägig befassten Ingenieure und Chemiker dieser VDI- Tagungen. Gemäß der Gefährlichkeitsmerkmale- Verordnung zum Chemiekaliengesetz sind sie alle "umweltgefährlich" (6). Sie alle gelangen durch MVA in die Umwelt - falls weniger durch Abgase, dann mehr durch Feststoffe - Schlacken, Asche, stäube!
(1) Rosin, H.: Kryo- Recycling und Kreislaufwirtschaft - das Verlangen nach Zukunft, www.total-recycling.org, Doku der int. Tagung Halle/S. vom 4.6.06
(2) Litjequist, G.H.; g. Cehak: Allgem. Meteorologie, Vierweg, Braunschweig/ Wiesbaden (1984)
(3) Beck, H.; K. Eckert, W. Mathar, R. Wittkowski: Isomerspezifische Bestimmung von PCDD und PCDF in Human- und Lebensmittelproben, in: VDI- Berichte 634, Dioxin, S. 359(1987)
(4) Geyer, H.; I. Scheunbert, F. Korte: Bioakkumulation von 2,3,7,8- Tetrachlor- dibenzo- p- Dioxine (TCDD) und anderer polychlorierter Dibenzo- p- Dioxine (PCDDs) in aquatischen und terrestrischen Organismen sowie im Menschen, in: VDI- Berichte 634, Dioxin, S. 317, VDI- Verlag Düsseldorf (1987)
(5) Polger, H.: Aufnahme, Verteilung, Metabolismus von PCDDs und PCDFs - Vergleich Mensch/ Tier, in VDI- Berichte 634, Dioxin, 389, VDI Verlag Düsseldorf (1987)
(6) Neidhard, H.: M.Hermann: Abbau, Persistenz, Transport polychlorierter Dibenzodioxine und Dibenzofurane in der Umwelt, in: VDI- Berichte 634, Dioxin, S. 303, VDI- Verlag, Düsseldorf (1987) _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 21.06.2008, 07:46 Titel: Was sagen verantwortungsbewusste Ärzte und Biologen dazu? |
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Was sagen die verantwortungsbewussten Ärzte und Biologen dazu?
Viele Ärztinnen und Ärzte, die das Krankheitsgeschehen in der Bevölkerung direkt beobachten und betreuen, sehen die Symptome der chronischen (Natur- und) Volksvergiftung deutlicher, als manche, die als Medizinfunktionäre und Präsidenten medizinischer Fachgesellschaften Rang und Namen für Gutachtertätigkeit einsetzen (s.o.).
Die Ärzte in Praxen und Kliniken registrieren die stetige Zunahme der mit Luftverschmutzung assoziierbaren Krankheiten:
Allergien, http://de.wikipedia.org/wiki/Allergie
Asthma, http://de.wikipedia.org/wiki/Asthma
Neurodermitis, http://de.wikipedia.org/wiki/Neurodermitis
atopische Ekzeme, http://de.wikipedia.org/wiki/Atopisches_Ekzem
Tumore, http://de.wikipedia.org/wiki/Tumor
Krankheiten des Nervensystems.
Sie sehen auch die Zunahme diffuser Beschwerdebilder, die nicht als klassische Krankheiten ausgeprägt sind, aber als chronische Beschwerden den Patienten empfindlich stören:
Deutlich zunehmende nervöse Irritationen, wie
---das Zappelphilipp- Syndrom
---Konzentrationsschwäche
---Unduldsamkeit und andere Formen sozialen Fehlverhaltens
---psychische Syndrome, die durch störende Fremdstoffe an den Lipidstrukturen der Nerven erklärbar sind.
Aber auch die unspezifischen Funktionsstörungen anderer Organe - Leber, Herz, Kreislauf, Hautveränderungen - nehmen zu. Die chronische Volksvergiftung ist in vollen Gang.
(Und das zusätzlich zu den Folgen falscher, einseitiger Ernährung und dem Bewegungsmangel. Vergiftung (MVA, Tabak, Alkohol), schlechte Essgewohnheiten und Bewegungsmangel sind entscheidende Faktoren im Gesundheitswesen die politisch oder durch ein besseres Bewusstsein beeinflussbar sind. F.St.
www.oekologischer-aerztebund.de
www.igumed.de
www.zaen.de
www.preventnetwork.com
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Felix Staratschek
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Verfasst am: 21.06.2008, 08:36 Titel: Was sagen Ärzte und Biologen dazu? / DDT & Stummer Frühl |
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Was sagen Ärzte und Biologen?
Beispiel DDT - der Stumme Frühling
http://de.wikipedia.org/wiki/DDT
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_stumme_Fr%C3%BChling
http://de.wikipedia.org/wiki/Rachel_Carson
Ein mahnendes Beispiel gibt das Verhalten des DDT in der Umwelt.(1) Das Insektizid DDT (Chlorphenotan) wurde im Tropengürtel in großen Mengen zur Bekämpfung des Malaria- Überträgers (Anopheles Mücke) versprüht. DDT verdampfte und heftet sich an Staubpartikel in der Luft. Diese wurden zu Kondensationskernen für Regentropfen. Die toxisch beladenen Regentropfen kontaminierten Gras und andere Blätter, den Boden und das Oberflächenwasser, wo es sich im Plankton und anderen Kleinsttieren anreicherte. Von dort wurde es in Schlachttiere, Eier oder Fische aufgenommen. Schließlich gelangte es an das Ende der Nahrungskette, zu den Seevögeln oder zum Menschen. In den Knochen von Albatrossen in der Antarktis, die sich nur von Fisch ernähren, reicherte sich so viel DDT in den Flügelknochen an, dass diese beim Flügelschlag zerbrachen. die Schädigung durch DDT, Dioxine oder Furane trifft uns Menschen also weniger direkt aus der Luftverunreingung, vielmehr indirekt über Anreicherung im Bereich unserer Nahrungsmittel, besonders über fetthaltige tierische Produkte.
Der stumme Frühling
So wie am Beispiel DDT verhalten sich alle in der Umwelt stabilen langlebigen chlorierten cyclischen Kohlenwasserstoffe, nicht nur die Dioxine und Furane. Einige verwenden wir wie DDT als Insektizide, Pestizide und Herbizide. Sogar mancher Hobbygärtner sieht sich manchmal genötigt, zu solchen Mitteln zu greifen. Doch Gift fordert zur Bekämpfung seiner Folgen immer mehr Gift! So neigen bereits viele stillschweigend dazu, die zunehmende Vergiftung unserer ganzen Welt als unausweichliches Schicksal hinzunehmen.
Nur einer amerikanischen Biologin gelang es einmal, einer breiten Öffentlichkeit die Augen zu öffnen: Rachel L. Carson mit ihrem Buch "The silent Spring"/"Der stumme Frühling" (2). Sie klärte darüber auf, unter welchen Wolken gezielt hergestellter chlorierter cyclischer Kohlenwasserstoffe, eben dieser Insektizide und Unkrautvernichtungsmittel, wie Aldrin, Dieldrin, Heptachlor, usw. unsere Gärten und Äcker, die Tiere, wir Menschen leben. Naturfremde Substanzen, die in mehr oder weniger ähnlicher Form auch in MVA "chaotisch" produziert werden, zerstören Lebensgleichgewichte der Mikroorganismen und Kleinsttiere im Boden. Sie zerstören die Bodenfruchtbarkeit und die Artenvielfalt. Es spricht für den Politiker John F. Kennedy, den damaligen US- Präsidenten, dass er Frau Carsons Buch selbst las und ihre schweren Vorwürfe objektiv prüfen ließ. Es gab damals unabhängige Wissenschaftler in den USA. Frau Carson wurde glänzend bestätigt und erhielt hohes Lob für ihren Mut. Aber so schwer der Schock war, den "Der stumme Frühling" auslöste, so schnell war die Mahnung wieder vergessen bzw. "todgeschwiegen worden". Wie steht es um den stummen Frühling bei uns? Falls es noch Gärten gibt, in denen der Rückgang an Vogelarten noch nicht zu bemerken ist, wird - bei einer Zunahme der MVA - bald die Stille in unseren Gärten unüberhörbar sein.
(1) Forth, W.; D. Henschler, W. Rummel, K. Starke: Allgemeine und spezifische Pharmakologie und Toxikologie, BI-Wiss. Verlag, Mannheim (1992)
(2) Carson, R.L.: Der stumme Frühling, München, 34.37 Tausend (1970) _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
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Verfasst am: 22.06.2008, 03:33 Titel: Was sagen Ärzte und Biologen dazu? / Gifte und Wirkungen |
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Was sagen Ärzte und Biologen dazu? Gifte und Wirkungen
In der medizinischen Wissenschaft verlagert sich die Aufmerksamkeit der Toxikologie erst in jüngerer Zeit auf die Schadwirkungen geringer, chronisch aufgenommener Stoffmengen und von den Dosis- Wirkung- Beziehungen zu den Dosis- Zeit- Beziehungen (1). Karzinogene - so auch einige halogenierten Dioxine/ Furane wirken nach dem Dosis- Zeit- Prinzip.
(Das gilt ja auch bei der falschen, einseitigen Ernährung für eine Mangelversorgung bei Mikronährstoffen und Überversorgung an Kalorien, bzw. einen nicht erkannten lang andauernden erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen als Folge von ständiger Belastung, individuellen körperlichen Zuständen (z.B. Krankheitsfolgen) oder als unbeachtete Nebenwirkung vieler Medikamente (siehe Uwe Gröber bei www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de ) Kleine Mengen entscheiden in beiden Fällen in der Langzeitwirkung über unsere Gesundheit mit und sollten daher von der Medizin und der staatlichen Vorsorge für die Menschen über Forschung und schützende Regeln viel stärker beachtet werden. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Biochemie F.St.)
Ihre hohe Bindungsfähigkeit bzw. Adhäsivität, die wir bei den Ruß- und Staubpartikeln schon betont haben, kommt natürlich auch im langdauernden Kontakt mit Zellstrukturen unseres Körpers zur Geltung. Das Tetrachlordioxin http://de.wikipedia.org/wiki/TCDD bindet sich stark an einen spezifischen Rezeptor, der Ah- Rezeptor genannt wird. Danach wandert der Dioxin- Rezeptor- Komplex in den Zellkern. Dort führt er zu einer Aktivierung der DNA und damit zu vermehrter Eiweißsynthese. Am Ende können Fehlfunktionen der Zellen , veränderte Enzymaktivitäten oder auch Entartungen der Erbsubstanz mit beschleunigter Zellvermehrung stehen. Mann nennt das "Tumorpromotion" - z.B. zum Leberkrebs! Tetrachlordioxin ist das stärkste bekannte Karzinogen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Karzinogen ), um Größenordnungen wirksamer, als andere bekannte Karzinogene, wie z.B. Aflatoxine ( http://de.wikipedia.org/wiki/Aflatoxine )(1). Aber es wirkt chronisch, über lange Zeit,
(1) Dekant, W.; S. Vamvakas: Toxikologie für Chemiker und Biologen, Spektrum Akad. Verlag, Heidelberg (1994) _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I
www.bpb.de/popup/popup_bild.html?guid=I3B1GJ
http://sites.google.com/site/oekoradevormwald
Zuletzt bearbeitet von Felix Staratschek am 15.11.2008, 21:59, insgesamt einmal bearbeitet |
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Felix Staratschek
Anmeldungsdatum: 24.11.2007 Beiträge: 120 Wohnort: Radevormwald
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Verfasst am: 22.06.2008, 06:38 Titel: Was sagen Ärzte und Biologen dazu? / Dr. Rosins FKW- Versuch |
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Was sagen Ärzte und Biologen dazu? Dr. Rosins FKW- Versuch
http://de.wikipedia.org/wiki/FKW
http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Rosin
Als die Professoren Dr. med Harry Rosin und Dr. Hans Preisendanz einerzeit im Hygiene- Institut der Stadt Dortmund ( www.dortmund.de ) nur wenig Zeit hatten, um erste Schadwirkungen des damals neuen Kältemittels FKW 134a ( http://de.wikipedia.org/wiki/Tetrafluorethan ) zu demonstrieren, bauten sie rasch das (in Abb. 8 im Originaltext dargestellte) "Mikrokosmos- Modell".
Es besteht aus 8 Säulen, in denen jeweils eine wirksame Komponente unserer Umgebung, unserer Biosphäre, repräsentiert ist:
Energetische UV- Strahlung,
die Blitzentladung,
Süßwasser,
Sandboden,
grüne Pflanzen,
Moorboden,
Kalkboden mit Vegetation und
anaerober Sumpf.
Alle Teile dieses Mikrokosmos sind über Gasschläuche miteinander verbunden. Die Gaszufuhr wird über eine Regeleinheit gesteuert. Es bestand der Verdacht, dass das FKW 134a, wenn es nach Leckagen von Kühlschränken und Kühltruhen in die Atmosphäre gelangt ist, dort dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, wasserlösliche Spaltprodukte bildet, nämlich:
Flusssäure http://de.wikipedia.org/wiki/Flusss%C3%A4ure und
Trifluorfessigsäure http://de.wikipedia.org/wiki/Trifluoressigs%C3%A4ure .
Wenn diese mit dem Regenwasser zurück kommen, könnten sie - nach weiteren Umwandlungen u.a. zur Fluoressigsäure ( http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoressigs%C3%A4ure )- alles leben in der Biosphäre bedrohen. (Anmerkung: Dessen ungeachtet wollten Hersteller und Verwender dieses Kältemittels nichts von der von Dr. Rosin erarbeiteten Alternative wissen!!!!! F.St.)
Dieses Risiko galt es frühzeitig zu erkennen. Auch die Schadwirkungen der Abgase der MVA könnten mit solchen Bioassay, mit dieser Art "Feldversuch im Mikrokosmos" rasch offenkundig werden. Mann müsste dann nur eine Säule mit
Gemüsepflanzen, eine Säule mit
Kleintieren und eine Säule mit
virologisch üblichen menschlichen Zellkulturen ergänzen.
Die Dortmunder Hygiene- Ärzte sorgten sich schon damals, das eine Schlimme "Giftküche" entsteht, wenn Elektronikschrott mit seinen bromierten und fluorierten Flammschutzmitteln in Anwesenheit von katalytisch wirkenden Metallen - vor allem Kupfer und Silber - verbrannt werden.
Vor diesen Gefahren wollten sie warnen!
Leider wurden sie gezwungen, dieses privat bezahlte und privat gebaute Modell - als es über Zeitungsberichten - bekannt wurde, innerhalb von 24 Stunden aus dem städtischen Institut zu entfernen.
Sie wussten damals nicht das in Dortmund ( www.dortmund.de , damals wie NRW "S"PD- regiert, wie an vielen Orten (F.St.)) eine große MVA geplant war.
So blieb Prof. Dr. Rosin und Dr. Preisendanz nur der mühselige Weg der theoretischen Information der Öffentlichkeit, der mühsame Weg der theoretischen Überzeugungsarbeit. Mit ihrem Übungsprojekt, den Ökokühlschrank "Greenfreaze" hatten sie trotzdem Erfolg, weil es www.greenpeace.de (siehe auch www.greenpeace.at , die sind beim Thema Müllverbrennung aktiver!) gelang, die Öffentlichkeit in großer Breite zu mobilisieren und mit Hilfe des damaligen "Ostbonus" einen etablierten Kühlschrankproduzenten im Erzgebirge zu finden. Ihrem eigentlichen Ziel, dem Kryo- Recycling des Elektronikschrotts wurden seitdem schwere Hürden - auch gewalttätige - in den Weg gestellt.
Prof. Dr. Rosins Klageruf "Warum darf der öffentliche Dienst der Öffentlichkeit nicht mehr dienen?" wurde zwar zum geflügelten Wort, blieb aber ein "frommes Wort".
Auch andere Ärzte in Klinik und Praxis kennen ähnliche Erfahrungen. Ökologisch engagierte Ärzteverbände, wie der www.oekologischer-aerztebund.de , www.igumed.de oder www.ippnw.de oder auch die Mitgliedschaft bei Greenpeace oder dem www.bund.net bieten im Einzelfall nur den Rahmen für Vorträge und Infos, aber immerhin das! Handlungen, die Industriepolitik mitbestimmen könnten, wie beim Öko- Kühlschrank "Greenfreaze" sind tabu.
Leider wird auf diese Weise viel zukunftsförderliches Wissen unterdrückt! _________________ Handle so, daß die Wirkungen der Handlungen verträglich sind mit echter Permanenz menschl. Lebens. (Hans Jonas)
www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I
www.bpb.de/popup/popup_bild.html?guid=I3B1GJ
http://sites.google.com/site/oekoradevormwald
Zuletzt bearbeitet von Felix Staratschek am 20.11.2008, 21:26, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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