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Müllverbrennung- Die chronische Vergiftung / Kryo- Recycling
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Felix Staratschek



Anmeldungsdatum: 24.11.2007
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BeitragVerfasst am: 24.06.2008, 01:25    Titel: Was sagen Bürgeri- und Umwelt- Initiativen dazu? Antworten mit Zitat

Was sagen Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen dazu?

Keine MVA wurde ohne massiven Widerstand der Bevölkerung gebaut. Viele Bürgerinnen und Bürger vergessen die Bestechungsskandale nicht, die herauskamen, weil sie auf "Kumpelniveau" liefen, wie in Köln (1). Man hat dazu gelernt. (Wer, die Bestecher oder die Bürger? F.St.?)
Die Bürgerinitiativen (BI) arbeiten mit hohen persönlichen Einsatz. Anders als Frau Carson leider meistens ohne jede politische Unterstützung. (Die könnten die sich aber selbst schaffen, indem diese hier aktiv werden: www.buendnis-zukunft.de oder mit mir in der http://oedp.de !!!! F.St..) Vor Gericht steht den BI die formale Einhaltung der 17. BImSchV entgegen. Es nutzt nichts, das diese hinten und vorne nicht stimmt. Auch einer Zigarette kann man nicht verordnen, ungiftig zu sein. Noch viel weniger ist das bei einer MVA möglich. (Und selbst wenn die Rauchgasreinigung so effektiv wäre, wie es uns die MVA- Betreiber glauben machen wollen, bleibt die Frage, warum man wertvolle Substanzen so aufwendig und mit teuren Reinigungsanalgen für die Folgeprodukte einfach verbrennt!! Siehe z.B. diese MVA- Werbeseite: www.heb-hagen.de/MVA-Verfahrenstechnik.htm , zu der der Leser dieses Textes einige Fragen haben dürfte. F.St.)

Das müsste der Gesetzgeber einsehen und ernstnehmen - dazu muss ihm die Wirtschaft diese Einsicht erst vormachen bzw. erlauben!
(Ich denke der letzte Halbsatz ist ironisch! Der Gesetzgeber, das Parlament, besteht aus vielen Personen, die ein Gewissen oder einen Glauben haben sollten, dem diese bei allen ihren Entscheidungen alleine Verantwortung schulden! F.St.)

Die BI "Für ein lebenswertes Werratal ( www.bi-werratal.de.vu/ ), die gegen den Weiterbau einer MVA in www.heringen.de kämpft, hat mit einem versierten Rechtsanwalt, plus Deutschen Wetterdienst, plus Ingenieurbüro, plus Universitätsinstitut nachgewiesen, dass ihre Region bei der bestehenden Vorbelastung und häufigen Inversionswetterlagen selbst dann unzulässig chronisch vergiftet würde, wenn die Grenzwerte der 17. BImSchV tatsächlich eingehalten würden. Eigentlich müsste das zum Erfolg ausreichen!? Vielleicht kann auch hier der o.g. Hinweis auf das vorbeugend (präventiv) formulierte Bundes- Bodenschutzgesetz von 1999 dienlich sein (2).

Die Umweltschutzorganisationen, besonders der www.bund.net, auch www.greenpeace.at/problem.html oder die regionalen Organisationen "Ein besseres Müllkonzept" www.muellkonzept.de/ oder die "Müllplattform Österreich" und unser e.V. ( www.total-recycling.org ) helfen, wo sie können. Ihre klassischen Problemfelder sind die Auswirkungen der Müllverbrennung auf den Treibhauseffekt - zu dem die MVA nicht nur CO² beitragen, sondern auch H²O und viele CKW, FCKW und andere kleinmolekulare Kohlenwasserstoffe. Die wurden der produzierenden Industrie aus guten Grünen verboten, aus der MVA werden sie - durch chaotische Synthesen generiert - bedenkenlos in die Atmosphäre ausgestoßen. Ebenso gehört die Beteiligung der MVA- Abgase zusammen mit den Autoabgasen am Photosmog zu den angestammten Problemfeldern des Umweltschutzes.

Die Organisationen geben hilfreiche Infoschriften heraus, z.B. der BUND in seiner Reihe BUNDpositionen, "Müllverbrennung: Gefahren und Risiken", Bonn 4/1994 oder Greenpeace: "Dioxin - das unterschätzte Umweltgift", Greenpeace Hamburg, 9/1994 - und sehr verdienstvoll "Müllverbrennung und Gesundheit", Greenpeace Österreich, Wien, 10/2001 oder die "Müllplattform Österreich": "Dioxin über Wien", 1/2003. Aber solange keine bessere Alternative auf dem Markt ist (bzw. auf den Markt gelassen wird! F.St.), können auch sie nur gute Argumente aufzeigen, epidemiologische Belege über chronische Vergiftung sammeln, aber keinen praktischen Ausweg weisen. Alle zusammen, BI und Umweltschutzorganisationen und ökologisch denkende kleinere Parteien, die die ÖDP, Ökologisch Demokratische Partei (und wohl auch das "Bündnis f.d.Zukunft", F.St), beklagen, dass die Diskussion um MVA keine Sachfrage mehr, sondern ein Machtspiel geworden ist. Vorhersehbare bittere Erfahrungen werden zum Umdenken zwingen, sagen alle Umweltschützer, der Preis , der für mehr MVA zu zahlen ist - wird unabhängig von den Gebühren - von Tag zu Tag höher, bitterer!

(1) Queitsch, P.: Bundes- Bodenschutzgesetz, umfassende Kommentierung des http://de.wikipedia.org/wiki/BBodSchG , Bundesanzeiger, Juli 1999
(2) Rügemer, W.: colonia corrupta, Globalisierung, Privatisierung und Korruption im Schatten des Kölner Klüngels, Westfälisches Dampfboot, Münster (2002)
Siehe auch: www.oekologisch-demokratische-partei.de/dcforum/DCForumID64/24.html
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Felix Staratschek



Anmeldungsdatum: 24.11.2007
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BeitragVerfasst am: 25.06.2008, 17:35    Titel: Gibt es bessere Alternativen? Antworten mit Zitat

Gibt es bessere Alternativen?

Die einzige bessere Antwort kann nur ein stoffliches Recycling der im Positivkatakog der BKB (s.o.) gelisteten Abfälle sein. Die gewonnenen Recyclate müssen marktfähig sein und "sich rechnen". (Letzteres meint wohl, sie müssen mindestens unter den Kosten der Einbringung in die MVA liegen, was im Idealfall zur deutlichen Senkung der Müllgebühren führen wird! F.St.).
Wenn geeignete Verfahren nicht schon weit vorbereitet wären, müssten sie dringend erfunden werden!

Beide Ziele sind mit der Niedertemperatur- Aufbereitung erreichbar, die von dem Team Prof. Dr. Harry Rosin und Dr. Hans Preisendanz erarbeitet wurde.
(Hier ist im Original eine Abbildung)

Es besteht aus 2 Teilen:

1. dem Tiefstkälte- oder Kryo- Recycling, dass der Aufbereitung der Altkunststoffe, Alt- Reifen und Alt- Elektronik dient,

2. der biologisch- mechanischen Aufbereitung der kontaminierten Bioabfälle in einem 3- stufigen Reaktorensystem mit angeschlossener Entsalzung.
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Felix Staratschek



Anmeldungsdatum: 24.11.2007
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BeitragVerfasst am: 25.06.2008, 18:08    Titel: Kryo- Recycling Antworten mit Zitat

Kryo- Recycling

Bei den tiefen Temperaturen des Kryo- Recycling- Verfahrens (bis -160°C) werden größtenteils die thermoplastischen Kunststoffe (mehr als 90% der angewendeten Kunststoffe) und Elastomere (Gummiprodukte) spröde gemacht. Dadurch werden sie leicht zu Feinpulver zermahlbar. Die Pulverisierung ermöglicht die Feinsortierung. Insbesondere lassen sich bei Feinpulverisierung die Kunststoffkörner aus der intakten Grundmasse, dem inneren der Kunststoffprodukte, von den Körnern aus der veränderten Oberflächenschicht separieren. Die Körner aus der intakten Grundmasse bilden echte Re- Cyclate. Die veränderten Körner aus der Oberflächenschicht bilden Material für Downcycling.
Das Kryo- Recycling- Verfahren ist schon sehr weit vorbereitet (1)(2)(3)(4). Es wurde nicht nur im Labormaßstab erprobt, sondern auch mit Fach- Ingenieuren der Kältetechnik, mechanischen Verfahrenstechnik und Sortiertechnik und Wirtschaftsingenieuren geprüft, für gut befunden, mitgestaltet. Auch die Mannesmann Anlagenbau AG hat über 2 Jahre daran mitgearbeitet, bis die Zusammenarbeit anlässlich der Übernahme des Konzerns durch Vodafone abrupt beendet wurde.

3 innovative Verfahrensschritte senken die bisherigen Betriebkosten für

Tiefstkältetechnik,
Zerkleinerungstechnik und
Sortierung

wesentlich, so dass sowohl die preisliche Marktgängigkeit wie auch die qualitative Marktgängigkeit der Kunststoffrecyclate wirtschaftlioch geprüft, eigentlich gesichert vorhergesagt werden kann.

(1) Albrecht, M.: Grundlegende Berechnung einer Kältekaskade zur Tiefsttemperatur- Aufbereitung von kunststoffhaltigen Rückständen, Dipl.Arb., Fh Düsseldorf
(2) Hinrichs, H-F.; H. Schütz, S. Harig: Durchführung einer Vorstudie über das Tieftemperaturverfahren zur Verwertung von Altreifen, KTB, Oberhausen und EKKU, Marl (1994)
(3) Rosin, H.: Chancen, die aus der Kälte kommen, Vortrag: VDI, VDE zu Göttingen, Göttingen (19.02.1998)
(4) Rosin, H.: Der Schlüssel zur globalen Kreislaufwirtschaft, Vortag: GDDCh, VDI, VDE und Göttinger Kolloquium für Fragen in Wissenschaft, Technik und Ethik, Göttingen (30.11.2000)
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Felix Staratschek



Anmeldungsdatum: 24.11.2007
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BeitragVerfasst am: 25.06.2008, 20:03    Titel: Die Kältetechnik des Kryo- Recyling Antworten mit Zitat

Kryo- Recycling: Die neue Tieftemperatur- Kältetechnik

(Die Nummern der Anmerkungen/ Quellen beziehen sich in diesem Schriftblock auf die (x) des vorangehenden Textblocks!)

Diese nutzt das 3 Naturgas- Kältemittel Propan + Ethan + Methan, nicht in jeweils getrennten Kreisläufen - wie bei konventioneller Kaskadentechnik - , sondern wie beim Öko- Kühlschrank "Greenfreaze" als Mischung in einem 1- Kreis- System.

(Hier folgt im Originaltext eine schematische Darstellung)

Der Hauptkompressor muss einen Druck von 15 Bar zur Verflüssigung von Propan leisten. Die kaskadenartige Temperaturabsenkung erfolgt ohne zusätzliche Energieaufnahme durch fraktionierte Verdampfung der Kältemittel im Nebenschluss. Das bei -161°C verdampfende Methan kühlt den Mahltunnel in den die handtellergroß vorzerkleinerten Alt- Kunststoffe, -Reifen oder -Elektronikteile, die über eine Schleuse eingebracht werden. Um die Verdampfungsenthalpie der 3 Gase optimal auszunutzen, werden sie nach dem Gegenstromprinzip zur jeweiligen Vorstufe zurückgeführt. Als Gemisch erreichen sie über einen Roots- Verdichter ( http://de.wikipedia.org/wiki/Rootslader ) wieder den Hauptkompressor mit einer technisch günstigen relativ hohen Sauggastemperatur.

Damit der Mahltunnel sehr kompakt gebaut werden kann, wird die indirekte Kaskadenkühlung des Mahlgutes noch um eine direkte Kühlung nach dem Heatpipe- Prinzip ( http://de.wikipedia.org/wiki/Heatpipe ) im Tunnel ergänzt. Diese beschleunigt den Wärmeübergang und sorg für eine direkte, kontinuierliche Abfuhr der Friktionswärme vom Mahlgut. Im Vergleich zum Cryogen- Recycling (u.a. bei http://de.wikipedia.org/wiki/Messer_Griesheim angewendet) mit flüssigen Stickstoff sinken die Betriebsmittelkosten auf ca. 1/10. Dieser Kostenvorteil erweitert die wirtschaftliche Anwendungsbreite wesentlich.

Der Vorteil der Kohlenwasserstoff- Mischungen im Kältekreislauf resultiert aus der Tendenz der Gase, in Mischungen "van der Waal- sche Wechselwirkungen" einzugehen. Diese schwachen Bindungskräfte tragen zu "Molekül- Clustern" bei der Kondensation bei, erhöhen dadurch die
Kondensationsenthalpie und nachfolgend auch die Verdampfungsenthalpie
( http://de.wikipedia.org/wiki/Enthalpie ). Durch die Überwindung der
( http://de.wikipedia.org/wiki/Van-der-Waals-Kr%C3%A4fte ) "van der Waal´schen Kräfte" steigt die volumetrische Kälteleistung und der energetische Kältegewinn. Diese physikalisch- chemischen Grundlagen der innovativen Kältetechnik wurden von Prof. Rosin in 2 Vorträgen an der Universität Göttingen und vor dem VDI und VDE zu Göttingen mit Hilfe von ( http://de.wikipedia.org/wiki/IR-Spektroskopie ) IR- spektroskopische Analysen dargestellt und erfolgreich verteidigt (3)(4).

Diese innovative Kältetechnik bestand auch die Tests der industriellen Kältetechniker. Mitte der 1990er Jahre wurden mit Kälte- Ingenieuren der Firma Messer Griesheim in Krefeld durchgesprochen und von ihnen für gut befunden. Sie hätten sich gerne an der industriellen Umsetzung beteiligt, wenn es ihnen der damalige Mutterkonzern, die Firma Hoechst ( http://de.wikipedia.org/wiki/Hoechst ) , erlaubt hätte, vom flüssigen Stickstoff zu den Kohlenwasserstoffmischungen zu wechseln. Die Kostenvorteile gegenüber der im Tieftemperaturbereich konventionellen Kältetechnik mit flüssigen Stickstoff wurden u.a. in Machbarkeitsstudien bestätigt (1)(2).
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Felix Staratschek



Anmeldungsdatum: 24.11.2007
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BeitragVerfasst am: 28.06.2008, 05:31    Titel: Kryo- Recycling - Mahltechnik im Kältetunnel Antworten mit Zitat

Kryo- Recycling - Die neue Mahltechnik im Kältetunnel

http://de.wikipedia.org/wiki/Mahlwerk
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%Bhle

Das nicht schockgekühlte, sondern sukzessive versprödete Material gerät zwischen die zentralen Arbeitswalzen, die nur partiell in den kompakten Kältetunnel ragen (im Originaltext Abb. 11).
Der Anpressdruck wird durch außenliegende Stützwalzen verstärkt. das Walzengerüst ähnelt dem in der Metallurgie und Zementindustrie bewährten Sendzimir- Gerüst. Die Walzenführung reagiert jedoch elastisch auf störende Brocken oder falls Mahlgut sich vor dem Walzenspalt störend aufbaut. Die gewünschten Korngrößen sind variabel einstellbar - wenn gewünscht bis zur Mehlfeinheit! Die Reifenhersteller fordern Korngrößen der Gummi- Recyclate von weniger als 80 ym. es konnte in elektronenoptischen Analysen gezeigt werden, dass mit der innovativen Mahltechnik ggf. bis zu 20 ym gemahlen werden kann - wobei die Partikeloberflächen rau und aktiv blieb, d.h. nicht durch Friktionswärme geglättet wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronenoptik
http://de.wikipedia.org/wiki/Friktion

Störstoffe, wie anhaftender Schmutz oder Schwerstoffe, wie Metalle, Mineralien, werden parallel zum Mahlprozess über Windsichtung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Windsichtung ) oder Siebe ( http://de.wikipedia.org/wiki/Sieb ) abgeführt. Gegen Staubexplosionen, z.B. bei Feinmahlung von Alt- Reifen, schützt das Medium für eine direkte Kühlung nach dem Heat- Pipe- Prinzip ( http://de.wikipedia.org/wiki/Heatpipe ). Es verhindert auch die Sekundäre Oxidation der Polymerketten an den interkristallinen Bruchstellen. Die Rieselfähigkeit des Pulvers wird über spezielle Stiftmühlen gewährleistet.

Im Prinzip folgt die mechanische Verfahrenstechnik dem guten Beispiel, das die Fa. Messer Griesheim ( http://de.wikipedia.org/wiki/Messer_Griesheim ) für ihre Recycling- Angebote mit Hilfe von flüssigen Stickstoff vorgegeben hat:

--On- line- Klassifizierung bei
--hohen Durchsatz und
--scharfen Trennprozessen bis in den Mikrometer- Bereich (Prospekte von Messer)

Die Vorteile des innovativen Kryo- Recyclings liegen im Verzicht auf den relativ flüssigen Stickstoff, im Kostenvorteil der Naturgas- Kohlenwasserstoff- Mischungen, die im geschlossenen Kältemittelkreislauf optimal effizient eingesetzt werden. Die Preisvorteile wurden professionell nachgewiesen (1). Der Erfolg auf dem Markt für Kunststoffverarbeiter und Hersteller von Reifen- und anderen technischen Gummiprodukten, z.B. von Transportbändern, Dichtungsmaterial, usw. kann - spätestens seit der Preis für Rohöl auf über 100 $ pro Barrel stieg, als gesichert gelten ( www.peakoil.de ).

(1) Hinrichs, H.F.; H. Schütz, S. Harig: Durchführung einer Vorstudie über das Tieftemperaturverfahren zur Verwertung von Altreifen, KTB, Oberhausen und EKKU, Marl, (1994)

Kryo- Recycling - Die neue Trenn- und Sortiertechnik

http://de.wikipedia.org/wiki/Sortierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Trennverfahren

Schon im Kältetunnel beginnt die Serie verschiedener hintereinander geschalteter Trenn- und Sortierverfahren, die über Rollbänder miteinander verbunden sind. Im Kältetunnel wird z.B. der Vorteil genutzt, dass die altbekannte elektrostatische Trennung nach dem ESTA- Verfahren nicht durch leitfähiges Wasser beeinträchtigt wird. Weitere Methoden entsprechen z.T. dem hochentwickelten Stand der Technik, z.B. beim Cryoclass- Verfahren der Firma Messer Griesheim. Zusätzliche innovative Verfahren verbessern die Feinsortierung des Mischpulvers, das zahlreiche Materialsorten enthält. Eine hohe Sortenreinheit, auch nach Farben sortiert, und eine hohe Materialschonung mit aktiver Oberfläche des Feinkorns sind möglich.

Die Feinmahlung ermöglicht es, die Körner aus der oft veränderten, verbrauchten Oberfläche der Kunststoffteile von denen zu separieren, die noch aus völlig intakter Grundmasse bestehen. Auch nach jahrelangen Gebrauch sind Kunststoffabfälle i.d.R. nur unmittelbar an der Oberfläche verbraucht. 60-80% der Masse bleiben intakte Grundmasse. Sie können nach gut entwickelten Stand der Chemietechnik recompoundiert werden. Geeignete Additiv- Mischung für die Recompoundierung sind, falls nötig, von der Firma Ciba- Spezialitätenchemie beziehbar (1) ( www.ciba.com ). Die Recompoundierung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Compoundierung ) kann mit Recyclaten erwiesenermaßen Kunststoffe von Primärwarequalität erreichen oder sogar solche mit besseren mechanischen Eigenschaften (2). Die Produkte aus Recyclaten sind für Kunststoffverarbeiter nur sehr viel preiswerter, weil das Kryo- Recycling etwa 40 mal weniger Energie verbraucht, als die Neusynthese neuer Formmassen.

(1) Pfaender, R.; H. Herbst, K. Hoffmann: Innovative Concept for the Upgrading of Recyclates by Restabilization and Repair- Molecules, Macromol. Symp. 97-111 (1998)
(2) Scott, G.:Polymers and the Enviroment, RSC (1999)

Kryo- Recycling- Ausblick

Eine Gruppe von Wissenschaftlern und Ingenieuren, die die Prognosen des zerstörerischen Klimawandels frühzeitig ernst nahm, bereitete das Kryo- Recycling- Verfahren dezentral sehr weitgehend für den industriellen Einsatz vor. Die Ergebnisse sind Qualitativ ermutigend. Es ist erwiesen, dass Alt- Kunststoffe zu hochwertigen neuen Produkten weiter verarbeitet werden können. Ihre Verbrennung, oft schon nach einmaligen Gebrauch, ist nicht nötig. Auch die Körner aus den Oberflächenschichten, die oft durch Aufdrucke oder Verschleiß verändert sind, können einer nützlichen stofflichen Verwendung zugeführt werden, z.B. für den Unterbodenschutz von Autos gegen Korrosion, usw.. Das ist dann eher ein Downcycling als ein Recycling, dennoch eine nützliche stoffliche Weiterverwendung. Die vielen Nachteile der MVA, hohe thermische Emissionen, hohe rate von Umbildungen zu Giften in Schlacken, Stäuben und Abgasen, bleibt erspart. Denn bei Tieftemperaturen ändert sich die anwendungsfreundliche ursprüngliche stoffliche Zusammensetzung der Produkte überhaupt nicht, es entstehen auch keine neuen Gifte.

Es gilt nun, die etwa 12 jährige Entwicklungsphase in einer industriellen Pilotanlage zu realisieren und zu optimieren. Die Pilotanlage wie auch die späteren Betriebsanlagen sollen für Mittelständische Unternehmen ausgelegt sein. Die Erlöse aus den Recyclaten sind nach bisherigen Berechnungen so hoch, das Anlagen ab einer Kapazität von 1t/h und einem Arbeitstag von 8 h wirtschaftlich arbeiten können. Die Anlagengröße soll die Kapazität von 5t/h nicht überschreiten, damit die Transportwege klein bleiben.

Solange die MVA- Lobby ihre unrühmlichen Ziele weiter verfolgt, hat das Kryo-Recycling in diesem Machtspiel leider wenig Chancen; denn es wird an Alt- Kunststoffe nicht herankommen, solange Politik und/oder Wirtschaft dies nicht unterstützend zulassen.

Dennoch ist sicher: Die Vorteile in der Energiebilanz und in den Preisen werden sich auszahlen:

---für unsere Volkswirtschaft, weil der Anlagenbau und mehr Kunststoffverarbeitung trotz Globalisierung hier bleiben und nicht in Niedriglohnländer ausgelagert werden müssen.
---für die Beschäftigen/ Arbeitslosen, weil der Preisvorteil technisch und mit ihrem guten Know- How erreicht wird und nicht bloß über Lohndumping.
---für die Kunststoffhersteller, weil sie einerseits ihre Fertigungskunde in die Recyclingwirtschaft/ Qualitätssicherung einbringen und andererseits noch bessere, teurere High- Tech- Produkte mit einem Recyclingangebot am Weltmarkt eher verkaufen können.

Die Summe der vom Kryo- Recycling aufzubereitenden Abfälle beträgt ca,. 20 Mio. t/ Jahr. Das entspricht dem Rückgang der Steinkohlenförderung von 47 Mio. t im Jahr 1997 auf 26 Mio. t 2008. Die Wertschöpfung aus den hochwertigen Abfällen wäre deutlich höher als bei Kohle! Die Zahl der Arbeitsplätze, die sich durch Stofferhalt selbst finanzieren, wäre enorm!
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BeitragVerfasst am: 28.06.2008, 06:37    Titel: Biologisch- mechanische Abfallaufbereitung Antworten mit Zitat

Biologisch- mechanische Abfallaufbereitung- BMA

http://de.wikipedia.org/wiki/Mechanisch-biologische_Abfallbehandlungsanlage

Neben den Alt- Kunststoffen und Gummiprodukten enthält der BB- Katalog (s.o.) Abfälle biologischen Urspungs, die aber stark kontaminiert sind, z.B. mit technisch hergestellten Farben, Beschichtungen, Imprägnierungen, Schwermetallsalzen oder auch Infektionserregern, z.B. im Krankenhausabfall.
Derart verunreinigte Bio- Abfälle können wir durchaus den Reinigungsarbeiten durch Mikroorganismen und Pilzen anvertrauen. Erdgeschichtlich haben die ca. 3 Mrd. Jahre länger geübt als wir (und sind an die unterschiedlichsten Lebensräume von der Tiefsee bis zum Hochgebirge, vom heißen Schlamm und Gas bis zum Gletscher an die Lebensbedingungen anpasst! F.St.). Oft schon mussten wir uns auf die Arbeit der Mikroben verlassen, wenn wir hofften, dass das Meer nach einem Tankerunglück renaturalisiert wird oder eine Industriebrache rekultiviert wird. Damit diese Leistungen aber schnell genug erbracht werden, müssen wir sie mit mikrobiologischen Sachverstand richtig steuern!

Das Ehepaar Eikamann kritisiert im o.g. Artikel (1) die vorhandenen BMA, die sie MBA nennen. Wörtlich heißt es dort:

"Derzeit sind in Deutschland rund 48 MBA mit einer Kapazität von ca. 5,1 Millionen Mg Behandlungskapazität in Betrieb. ..... Die jeweils realisierten Verfahrenskonzepte sind sehr unterschiedlich und insgesamt nur schwer vergleichbar. Trotz teilweise sehr aufwendiger Systeme zur Abluftreinigung kommt im Umgebungsbereich von vielen MBA seit Inbetriebnahme der Anlagen zu erheblichen Geruchsbelästigungen der Bevölkerung, die zu massiven Protesten der Anwohner geführt haben. Als relevante Emissionsquelle für die Gerüche sind dabei das Biogas, das Deponiegas, die Luft aus Aufbereitungs- sowie Perkolationshallen, das Geostabilat aber auch die Deponieflächen einzustufen. Für die Freisetzung von Bioaerosolen kommen in erster Linie Kompostierungsaktivitäten (teilweise in Rottehallen) sowie Ablagerungs- und Umsetzungsvorgänge von Material aus Deponieflächen in Frage."

Weiterhin heißt es:

"Ein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung im Sinne einer höheren Häufigkeitvon Symptomen, Symptomatiken (Syndromen) oder Erkrankungen ist mit großer Wahrscheinlichkeit für Wohngebiete in der Umgebung von MBA auszuschließen. ....
Die in der Umgebung er MBA auftretenden Geruchsbelästigungen werden aber nach Angaben der Bevölkerung - und nach den Kriterien der Hedonik ( http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonik ) - als äußerst unangenehm angegeben. Nach den Bewertungen der Geruchsemmissionsrichtline ( http://de.wikipedia.org/wiki/Geruch ) stellen sie per se eine "Gesundheitsgefahr" dar und sind damit grundsätzlich zu vermeiden."
Dazu wird ein Mädchen abgebildet, dass sich offensichtlich kurz vor dem Brechreiz befindet.

Diese negative Beurteilung der BMA erscheint uns ebenso tendenziös zu sein, wie zuvor das einseitige Lob der MVA im selben Artikel.
Natürlich darf es nicht sein, dass BMA stinken. Es braucht auch nicht zu sein! Wenn das bei vorhandenen BMA von den Anwohnern beklagt wird, sind diese Anlagen weder sachkundig konzipiert noch richtig dimensioniert. (Ob das auch auf viele MVA zutrifft? F.St.) Vielleicht sind diese BMA auf ein zu großes Einzugsgebiet ausgelegt worden und deshalb nicht in der Lage, die anfallenden Abfallmengen ordentlich zu verarbeiten. Vielleicht ähneln sie eher großen Kompostierungen als technischen Anlagen. [b]Nach unserem Konzept folgt aber auch die BMA einem technisch gesteuerten Konzept und hat mit großen Lagerhallen im Sinne der Kompostierung nichts mehr zu tun.

(1) Eikmann Th. und S.: Machen MVA,
BA und SVA die Menschen krank? RECYLINGmagazin, 24-25 (2008)
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BeitragVerfasst am: 28.06.2008, 07:07    Titel: Biologisch- mechanische Abfallaufbereitung nach Dr. Rosin Antworten mit Zitat

Biologisch- mechanische Abfallbehandlung (BMA) nach Dr. Harry Rosin

Die verunreinigten Bioabfälle werden sofort in ein geschlossenes System bestehend aus 3 Drehrohrreaktoren eingeschleust. In diesen Drehrohren ist der Abfall ständig in Bewegung. Dadurch kann die 3- stufige Aufbereitung in 12 bis 14 Tagen fertig sein. Der größte Teil entspricht am Ende Reifkompost, der nach Waldhumus riecht. Nur ein kleiner teil aus langsam abbaubaren Lignin- und Lederresten bedarf des Ab- und Umbau durch Pilzkulturen in einer ruhenden gekapselten Langzeitrotte. http://de.wikipedia.org/wiki/Lignin

Jede BMA- Einheit besteht aus 3 hintereinander geschalteten Drehrohr- Reaktoren, die abwechselnd aerob, dann anaerob (ohne Sauerstoff, mit Biogasgewinnung, F.St.) und dann wieder intensiv aerob gefahren werden. An einem Standort kann ein solcher Strang aufgestellt sein oder mehrere parallel zueinander. In jedem Fall sorgt ein Biofilter über jeden Reaktor dafür, dass seine Ausgasungen zuverlässig geruchsfrei gemacht werden. Das dies möglich ist, haben Schlachthöfe bewiesen, die ihre Hallen mit Biofiltern gestanksfrei hielten und die Schlachttierexkremente mit Hilfe von Biofiltern so geruchsfrei unterbrachten, dass in der Umgebung keinerlei Belästigung zu spüren war. Im übrigen berichten auch Anwohner in naher Umgebung von MVA bisweilen über beißenden Gestank.
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BeitragVerfasst am: 28.06.2008, 07:34    Titel: BMA nach Rosin im Vgl. zur MVA Antworten mit Zitat

Vergleich von BMA/ MBA und MVA

Viel wichtiger ist es, dass wir uns auf die prinzipiellen Unterschiede zwischen den stofflichen Umsetzungen in einerseits MVA / SVA und andererseits BMA besinnen:

----In der MVA werden die Stoffe unter sehr großem Luftsauerstoffverbrauch hoch erhitzt. Die Hitzewirkung entgast sie. Sie zerreißt den größten Teil der Moleküle in Molekularbruchstücke (Radikale). Diese suchen in chaotischer weise nach Reaktionspartnern, um sich wieder zu vervollständigen. Durch die chaotisch ablaufendem de- novo- Synthesen ( http://de.wikipedia.org/wiki/De-novo-Synthese ) während der Abkühlphase entstehen unzählige Problemstoffe und Gifte, die alle Rückstände aus einer MVA "giften". Bei der Schlacke stecken sie in den gasgefüllten Poren. Ansonsten haften sie auf den toxisch beladenen Staub- und Rußpartikeln. Abfall, der kurz vorher noch anwendungsfreundlich war, kommt aus der MVA "vergiftet" heraus. Nichts, was die MVA verlässt, ist noch "inert"! http://de.wikipedia.org/wiki/Inertisierung
Das Wasser im Müll wird in der MVA unter Energieaufwand verdampft. Wasserdampf verstärkt den Treibhauseffekt. Die Hitze der Feuersbrunst wird so schnell erreicht, dass nur ein Minimum über den Abhitzekessel abgeleitet und energetisch genutzt werden kann. Der größere Energiebetrag geht als Abwärme schädigend in die Atmosphäre.

----In der BMA dagegen dienen der Luftsauerstoff und das Wasser des Abfalls vor allem als Lebensmedium für den mikrobiellen Umbau der Stoffe. In der ersten Stufe, der aeroben Rotte, wird gerade so viel Wärme erzeugt, wie zur "Hygienisierung" benötigt wird, ca. 70°C. 70°C töten schon nach 1 Stunde alle vegetativen, also direkt infektiösen, menschenpathogenen Erreger ab. Das reicht zur "Hygienisierung". Die sich langsam drehenden Drehrohr- Reaktoren, in denen Widerstände, sogenannte Schikanen, den Abfall ständig umwälzen, bringen die Mikroorganismen im Reaktor mit immer neuen Nährstoffen in Kontakt. Daduch kann diese aerobe Rotte mit der "Hygienisierung" des Mülls in 2 Tagen fertig sein.
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BeitragVerfasst am: 28.06.2008, 08:21    Titel: Abfallentgiftung in der BMA nach Dr. Rosin Antworten mit Zitat

Abfallentgiftung in der BMA nach Dr. Harry Rosin

Die 2. Stufe der hier dargestellten BMA ist die anerobe Vergärung. Hier stehen die Detoxifizierung, auch die Dehalogenierung und die Mobilisierung der Schwermetalle als Ziel im Vordergrund. Damit die Enymsysteme, die anaerobe Bakterien zur Dehalogenierung und Detoxifizierung befähigen auch arbeiten, müssen im Reaktor niedrige Reaktionstemperaturen um 30°C herrschen (1)(2). Im Reaktor ist das steuerbar. Am Ende der anaeroben Vergärung wird der mit Schwermetallsalzen angereicherte Teil des Reaktorinhaltes im Nebenschluss durch einen innovativen Biosorptionsreaktor geleitet. Dort werden die Schwermetalle in gut verhüttbarer Konzentration aufgefangen. Das Pilze und Bakterien bestimmte Schwermetalle in sich anhäufen können, weiß jeder spätestens seit dem Atomreaktor- Gau von Tschernobyl. Danach dürften jahrelang, eigentlich bis heute, in Falloutzonen keine Waldpilze mehr gesammelt werden. Diese Salzenfrachtung fehlt in bisherigen BMA/MBA. Das ist ein viel größerer hygienischer Nachteil, als etwaige Geruchsprobleme.

Nach der Salzentfrachtung und anaeroben Detoxifizierung folgt als 3. Stufe noch einmal eine Intensivrotte. Sie soll über aktivierten Sauerstoff helfen, auch das Lignin und Huminstoffe ( http://de.wikipedia.org/wiki/Huminstoffe ) aufzuschließen, so dass darin eingeschlossene Toxine durch Oxidation unschädlich gemacht werden. Danach entspricht der größte Teil des biologischen Abfalls Reifkompost der besten RAL- Güteklasse. Er ist wirklich "inertisiert" und der Abfall genügend volumenreduziert. Nur ein geringer Rest, z.B. Lignin und Leder, muss von Pilzkulturen abgebaut werden. Diese brauchen für ihre Arbeit Ruhe. Die ist in abgekapselten Langzeitrotten herstellbar. Biofilter verhindern jegliche Geruchsemissionen.

Verwendung des Kompost

Die Vermarktung größerer Mengen Kompost dürfte kein Problem sein. Vor allem für den Mittelmeerraum, aber auch für Deutschland, wird prognostiziert, dass heftige Regengüsse und längere Hitzeperioden unserer Landwirtschaft erhebliche Probleme bereiten werden. Um diese anormalen Verhältnisse für den Ackerbau so gut wie möglich auszugleichen, wird viel Kompost als Bodenverbesserer und als hervorragender Regenwasserspeicher nötig sein. (3)

(1) Leahy, J.G.; R.R. Colwell: Microbial Dedradation of Hydrocarbons in the Environment, Microbiol. Rev., p. 205-315 (1990)
(2) Lovley, D.R.; J.C. Woodward: Consumption of Freons CFC-11 and CFC-12 by Anaerobic Sediments and Soils, Environ. Sci. Technol. 26, 925-929 (1992)
(3) Seifert, A.: Gärtnern, ackern - ohne Gift, Biederstein Verlag 1973
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BeitragVerfasst am: 28.06.2008, 09:00    Titel: Fazit Antworten mit Zitat

Fazit - Ende des Vortragsmanusskriptes

Die Kombination von Kryo- Kunststoff- Recycling und biologisch mechanischer Abfallaufbereitung (BMA) ist im Sinne der (echten) Kreislaufwirtschaft eine Technik zum Nutzen der Menschheit.
Wir freien Bürgerinnen und Bürger müssen selbst entscheiden, wie unsere Zukunft aussehen soll. (Dafür können wir neben der Aktivität in Bürgerinitiativen, etc. zur Zeit vor allem die aktive Wahlteilnahme bei jeder Gelegenheit nutzen! F.St.)
Die MVA- Lobby ist sehr stark, aber die stärkste Lobby, sagt man, sei die Bevölkerung in einer Demokratie mit frei gewählten Abgeordneten (sofern die Bevölkerung wach ist und sich immer um Infos für eine gute Wahl und Demokratieentwicklung bemüht. Ich habe oft den Eindruck, dass dies nicht erwünscht ist und weder durch Medien oder Bildung in ausreichenden Maße gefördert wird. Wenn sich so viele mehr Gedanken um die Zukunft machen würden, wie akut zur Fußball- EM Fahnen an PKW und Häusern befestigen und auf den Straßen jubeln (was ich gerne mitmache), bestünde kein Grund zur Sorge. Aber ich fühle mich zu oft an das alte Rom erinnert, wo "Brot und Spiele" den Leuten genug waren. Aber um der vielen Kinder willen, die in diese Welt hineinwachsen dürfen wir relativ wenigen Aktiven in unserem öffentlichen Auftreten nicht nachlassen und müssen nach jeder Gelegenheit suchen, dieses und andere ignorierte Themen in die öffentliche Debatte zu bringen. F.St)
Wir müssen dort, wo es nötig ist aufrütteln, wobei die Informationen dieses Textes dabei helfen sollen. Mehr können wir zur Zeit als engagierte Bürgerbewegung ( www.total-recycling.org ) unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht auf ihren weg mitgeben. Wir hoffen auf die nötige Einsicht in den ernst der Lage. Zeit zum Zögern und Zaudern bleibt nicht mehr.
Ökonomie und Ökologie müssen jetzt zu einer neuen Politik zusammenkommen. Ernst Ulrich von Weizsäcker ( http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Ulrich_von_Weizs%C3%A4cker ) nennt sie erdpolitik ( http://de.wikipedia.org/wiki/Erdpolitik ). Wir nennen sie "Unser Verlangen nach Zukunft" (Vortragstitel von Dr. Rosin am 4.6.06 in Halle). Mehr Müllverbrennung, das merkt jeder mit wachen Bewusstsein, versperrt den Weg in die Zukunft. Waches Bewusstsein darf nicht resignieren oder die eigene Vernunft längere Zeit Verdrängen (Gerade Papst Benedikt appellierte in seiner Regensburger Vorlesung an den Gebrauch der Vernunft! F.St.). Waches Bewusstsein setzt sich durch, wenn genügend viele es besitzen und in konsequentes Handeln umsetzen. Die Evolution schreitet fort, die Evolution sind wir selbst.

(Ich habe fertig! Ab jetzt kann, u.a. mit der Zitierfunktion hier diskutiert werden. Und wichtig ist es jetzt, dieses Thema mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu streuen und auf andere Seiten zu übertragen oder wenigstens zu verlinken. Je öfter dieses Thema im Netz zu finden ist, um so größer die Chance, dass es erhalten bleibt und eine immer breiter werdende Öffentlichkeit erreicht. Immerhin wurde dieses Thema Ende Juni 2008 schon über 500 mal aufgerufen, so daß selbst trotz vieler Mehrfachbesucher damit schon einer erste Streuung über die Vortragsteilnehmer hinaus erreicht wurde. Als Ausdruck lässt sich dies jetzt bei jeder Gelegenheit an Politiker von Landtagen und Bundestag und EU- Parlament geben. Wenn man die Kopievorlage für die Politiker ein bisschen mit der Schere bearbeitet, kann man viel Papier sparen Und bei www.total-recycling.org soll auch eine Broschüre mit dem Text erscheinen. Allen wünsche ich viel Erfolg. F.St.)
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BeitragVerfasst am: 03.07.2008, 08:35    Titel: Antworten mit Zitat



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BeitragVerfasst am: 06.07.2008, 08:56    Titel: Inhaltsangabe Antworten mit Zitat



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BeitragVerfasst am: 21.07.2008, 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Resolution, wie sie als Anregung an Politiker jeder als Bürgerantrag, etc. vor Ort stellen könnten: www.umweltsparen.de
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BeitragVerfasst am: 01.09.2008, 18:04    Titel: Politiker, die über Kryo- Recycling informiert wurden Antworten mit Zitat

Politiker, die über Kryo- Recycling informiert wurden:
www.oekologisch-demokratische-partei.de/dcforum/DCForumID38/217html#5
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BeitragVerfasst am: 05.10.2008, 10:20    Titel: Antwort der Grünen Antworten mit Zitat

Antwort der Grünen im Bundestag , September 2008:

Sehr geehrter Herr Staratschek!

Es sind aus unserer Sicht erhebliche Zweifel angebracht, ob das Kryo- Recycling- Verfahren ein effizientes Verfahren ist.
Immerhin muss sehr viel Energie für den Prozess aufgebracht werden.


Leider lassen die Grünen hier die Quelle für ihre Annahme vermissen. Dr. Rosin nennt Forschungsarbeiten und Fachbücher. Natürlich verbraucht Recycling Energie, aber solange der Energieverbrauch günstiger ist, als der für die Neusynthese, ist dies akzeptabel.

Abgesehen davon handelt es sich um eine "End of the Pipe- Technologie", die das grundsätzliche Problem der Ressourcenverschwendung nicht wirklich löst.

Das Dinge verbraucht sind und aufgearbeitet werden müssen, das wird es immer geben. Gegen ergänzende Regelungen, etc. steht hier ja nichts. Und "End of the Pipe" ist hier einfach falsch, eher müsste man sagen "beginn of next cycle"!

Wir sehen die Aufgabe der Politik in diesem Bereich auch nicht darin, einzelne Technologiepfade vorzugeben. Wir sind der Ansicht, die Politik muss den gesetzlichen Rahmen schaffen, dass sich nachhaltige Produkte sowie ökologisch sinnvolle Recyclingverfahren am Markt durchsetzen können. welche das im Einzelfall sind, soll nicht die Politik entscheiden, sondern ein innovativer Wettbewerb.

Ein Hoch auf die neoliberalen Grünen! Von ordoliberaler Politik ( www.eucken.org ) scheinen die nichts kapiert zu haben. Wo ist hier angesichts der Dominanz und Macht ein Markt, an dem sich innovative Techniken durchsetzen können! Natürlich wäre es schön, wenn die Welt so wäre, das der Wettbewerb dies schafft. Aber wir haben hier nun mal mächtige Konzerne, die Müllverbrennung betreiben oder bauen wollen, die Kunststoffe neu herstellen wollen und die dafür den Strom liefern. Politik soll die Wirtschaft kontrollieren und bei Bedarf korrigierend eingreifen. Man hat aber eher den Eindruck, das die Konzernlobbys korrigierend auf die Politik wirken ( www.gekaufte-politik.de ). "Wir sehen es nicht als Aufgabe der Politik in diesem Bereich einzelne Technologiepfade vorzugeben." Diesen Satz des Briefes muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Gibt es Bereiche, wo die Grünen das anders sehen? Und warum wird das gerade in diesem Bereich so gesehen? Heißt umweltfreundliche Politik nicht überall, dass das jeweils umweltfreundlichste Verfahren Anwendung finden soll? Was die Politik hier als erstes leisten sollte, ist, das für die aussichtsreichen Verfahren wie dem Kryo- Recycling Pilotanlagen geschaffen werden. Wenn die Pilotanlage alle Erwartungen erfüllt, gibt es keinen Grund mehr, Kunststoffe und Elektroschrott zu verbrennen. Die Grünen sagen mit dem Satz nichts anderes, als das sie die Müllverbrennung akzeptieren. Kein Umweltschützer hat etwas gegen bessere Verfahren, als das Kryo- Recycling, so diese jemand erdenkt. Aber hätte so ein Erfinder bei der akuten grünen Einstellung zur Politik noch eine Chance?

Wir favorisieren deshalb einen übergeordneten Ansatz in Form einer Wertstoffverordnung mit Einführung einer Ressourcenabgabe.

Um Ressourcen zu schonen, materialeffizienter zu produzieren, Kreisläufe zu schließen und die Umstellung auf erneuerbare Rohstoffe zu vollziehen, braucht es eine Politik, die sowohl von Seiten der Rohstoffe selbst, als auch auf der Seite der Produkte ansetzt. Es braucht eine Doppelstrategie, die einerseits durch die Inernalisierung externer Kosten direkten Einfluss auf die Rohstoffkosten nimmt und andererseits im Sinne der Produktverantwortung bei Produktion von Waren Anreize zu Wiederverwendbarkeit und Langlebigkeit setzt.


Was widerspricht denn hier dem Kryo- Recycling? Es wird doch nirgendwo behauptet, Kryo- Recycling wäre die einzig notwendige Maßnahme. Es ist aber trotz allem eine sehr wichtige Maßnahme im Rahmen eines Konzeptes zur Kreislaufwirtschaft.

Die Idee des grünen Wertstoffkonzeptes sieht vor, eine "Produktverantwortung" auf alle waren und Güter einzuführen und einheitlich eine Ressourcenabgabe zu erheben, deren Höhe sich nach ökologischen Kriterien richtet. in die Ressourcenabgabe gehen mehrere Aspekte ein:
1.) Das vorkommen im Abfall: mittels einer regelmäßigen Abfallanalyse wird festegestellt, in welchem Anteil das jeweilige Produkt oder die Produktgruppe im Abfall vorkommt. Höheres Aufkommen führt zu einer hohen Abgabe.
2.) Das verwendete Material: Die Verwendung von Primärrohstoffen führt zu einer hohen Abgabe und verteuert das Produkt, die Verwendung von Sekundärrohstoffen macht es dagegen billiger.
3.) Die Recyclingfähigkeit: je aufwendiger und die Umwelt belastender es ist, den Rohstoff zurück zu gewinnen, umso höher wird die Abgabe. ist z.B. ein Produkt aus mehreren unterschiedlichen Materialien oder Kunststoffarten zusammen gesetzt, die sich nicht oder nur schwer trennen lassen, erhöht sich die Abgabe.
4.) Der Marktwert des Sekundärrohstoffes: Lässt sich der aus dem Abfall gewonnen Rohstoff vermarkten, verringert sich die Ressourcenabgabe entsprechend.

Die Höhe der jeweiligen Ressourcenabgabe wird durch eine zu schaffende öffentlich rechtlich organisierte Ressourcenagentur ermittelt und von der Agentur direkt bei Herstellern und Importeuren erhoben. Die Ressourcenabgabe gilt somit für alle vertriebenen Erzeugnisse, egal ob aus in- oder ausländischer Produktion. Plunder gefertigt aus billigem PVC mit kurzer Haltbarkeit wird so deutlich teurer. Qualitätsware bekommt dagegen einen ökonomischen Vorteil.

Die öffentlich rechtliche Organisationsform der Ressourcenagentur soll Transparenz und die Möglichkeit der notwendigen öffentlichen Kontrolle schaffen,


Wie bürokratisch das jetzt sein würde, weiß ich nicht. Alleine der Weltnachholbarf und die Rohstoffverknappung werden die Kosten für Primärrohstoffe deutlich steigen lassen (z.B. www.peakoil.de ). Aber so ein Konzept verlangt die Umsetzung bei einer Bundesregierung. Kryo- Recycling läßt sich mit jeder Landesregierung durchsetzen oder sogar in einer Großstadt. Die Grünen hätten in Hamburg z.B. eine Kryo- Recycling- Pilotanlage als Voraussetzung vor Koalitionsverhandlungen mit der CDU stellen können, um wenigstens einen grünen Erfolg vorweisen zu können, der eine wesentliche Verbesserung für die Umwelt und die Wirtschaft darstellt. Denn Kryo- Recycling würde voll im sinne der Punkte 3) und 4) wirken und die Recyclingfähigkeit und den Marktwert vieler Sekundärrohstoffe erhöhen - und das ganz ohne Bürokratie und sofort! Warum mit diesem Grünen Konzept auf den Sankt Nimmerleinstag warten, wenn man die Chance hat, durch Kryo- Recycling einen großen schritt in diese Richtung zu gehen.

Fazit:

Die Sicherung der Rohstoffversorgung für alle Menschen wird aber nur möglich sein, wenn es gelingt, den Materialverbrauch durch Effizienzsteigerungen deutlich zu senken und gleichzeitig die Kreislauffähigkeit von Produkten drastisch zu erhöhen.


Was macht den Kryo- Recycling anderes, als die Kreislauffähigkeit zu erhöhen? wozu diese Apologie gegen eine Technik, die voll mit der grünen Grundthematik übereinstimmt?

Darüber hinaus wird es vor allem darauf ankommen, fossile Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen.

Aber kann für 7 Mrd. Menschen genug nachwachsen! Egal, welche Rohstoffe eingesetzt werden, Kryo- Recycling bleibt sinnvoll und notwendig! Die nachwachsenden Rohstoffe bringen doch jetzt schon den Lebensmittelmarkt in ein Preishoch!

Wir schlagen deshalb die Einführung einer Ressourcenabgabe als notwendiges Instrument vor, um die Ressourceneffizienz zu steigern, den Primärrohstoffverbrauch zu reduzieren und erdölbasierte Produkte durch solche aus nachwachsenden Rohstoffen zu ersetzen.

MfG. Dr. Michael Weltzien, Referent für Klimapolitik und ökonomische Instrumente der Umweltpolitik, Bündnis 90/ Die Grünen
Deutscher Bundestag, 11011 Berlin
michael.weltzin@gruene-bundestag.de (Da die Mailadresse auch bei Google zu finden ist, stelle ich die auch hier ein).
www.gruene-bundestag.de

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